Clash of Clans: Erster Geburtstag

Heute seit genau einem Jahr entspanne ich mich regelmäßig beim Spielen von Clash of Clans. Grund genug mal ein wenig über diese (virtuelle) Welt zu berichten.

Das Spiel stammt von der finnischen Firma Supercell und ist für Android oder iOS Geräte verfügbar. Ich habe die Software am 4. April 2021 sowohl auf meinem iPAD als auch auf meinem Android Handy installiert.

Am Anfang hatte ich zwei getrennte Installationen und deshalb habe ich die ersten Tage sozusagen “doppelt” gespielt. Zum Glück gibt es aber die “Supercell ID”, mit der man dann auf beiden Plattformen den gleichen Spielstand halten kann. Weil mein iOS Account etwas weiter entwickelt war, habe ich diesen verwendet, um eine neue “Supercell ID” zu registrieren.

Also läuft das Spiel jetzt für “Unterwegs” auf dem Android Handy, fürs gemütliche “Aufstehen” und “Einschlafen” auf dem iOS Tablet und schließlich beim “Arbeiten” manchmal auch auf meinen Windows Laptop mit dem Android Emulator “Blue Stacks”:

Aus einem bescheidenen kleinen Dorf mit nur 10 Gebäuden, …

… wurde nach einem Jahr harter “Arbeit” eine mächtige Base mit insgesamt 97 Bauwerken:

Quiz für Profis: Welches Bauwerk ist im obigen Bild nicht aufgeführt?

Die Meisterbauarbeiterhütte!

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Die wichtigsten Gebäude sind:

  • Das Rathaus, dessen Ausbaustufe die maximalen Level der anderen Gebäude bestimmt
  • Die Abwehreinheiten, wie z.B. Bogentürme, Kanonen, Fallen, etc.
  • Die Kaserne zum Ausbilden von Truppen
  • Die Armeelager zum “Lagern” von Truppen
  • Das Labor zum Erforschen von neuen Einheiten oder Zaubersprüchen
  • Die Goldminen und Elixiersammler zum Abbauen von Ressourcen
  • Und schließlich die Clanburg zur Aufnahme von gespendeten Truppen

Hier mal ein Überblick auf das Hauptfenster des Spiels:

Um sein Dorf weiterzuentwickeln, braucht man Bauarbeiter und Ressourcen. Hier sieht man gerade, wie mein Level 8 Rathaus aufgemöbelt wird …

… und dann zwei Tage später in neuem Level 9 Design erstrahlt:

Aktuell gibt es insgesamt 14 Entwicklungsstufen des Rathauses:

Je höher der Level, desto höher auch die Kosten, um die nächste Ausbaustufe zu erreichen:

Wenn man das mal graphisch dargestellt, sieht man sehr schön, dass das Ganze exponentiell ansteigt:

Das gleiche Bild zeigt sich gedreht, wenn man die Entwicklung meiner Rathauslevel vom 4.4.2021 bis zum 17.2.2022 betrachtet:

Der Fortschritt wird also immer langsamer, was psychologisch sicherlich auch so gewollt ist: Am Anfang kommt man gut voran und freut sich über den schnellen Erfolg. Um die Spieler länger bei “bei der Stange” halten zu können, muss dann aber das Tempo langsam gedrosselt werden. Sonst wäre man ja nach ein paar Tagen mit dem Spiel durch.

Und wie es sich für eine gute Firma in einem kapitalistischen System gehört, soll natürlich auch der Rubel so lange, wie möglich rollen:

Zwar kann man “Clash of Clans” theoretisch komplett kostenlos spielen, aber mit “echtem” Geld ist es möglich, die Entwicklung etwas zu beschleunigen. Zum Beispiel bietet der sogenannte Goldpass dafür verschiedene „Schübe“ an:

Insgesamt habe ich bis heute 133,82 Euro in “Clash of Clans” investiert:

Ressourcen im Spiel bekommt man entweder über den Abbau aus dem Boden oder durch die Plünderung anderer Dörfer.

Beim Angriff setzt man Truppen, die dann von einer KI automatisch weiter gesteuert werden. Der eigene Einfluss beschränkt sich auf die Zusammensetzung der Armee sowie die Strategie wann und wo die Truppen beim gegnerischen Dorf abgesetzt werden. Außerdem gibt es noch Zauber, welche man ebenfalls zur passender Zeit abwerfen sollte.

Das eigene Dorf ist Teil eines Clans mit maximal 50 “echten” Menschen, die sich in einem “Clanchat” unter Verwendung von Pseudonymen unterhalten können. Ich persönlich bin bei den “Nordfriesländern” als “Holyheu” bekannt:

Der Chat macht die Sache irgendwie nett, weil man sich (zumindest ein wenig) kennenlernt und man sich über die Zeit (zumindest ein bisschen) wie eine Familie fühlt.

Der Zusammenhalt wird noch weiter unterstützt durch gemeinsame Ziele, wie zum Beispiel Kriege gegen andere Clans.

Wenn sich dort alle gut einbringen, bekommt die Gemeinschaft dann vom System Vergünstigungen, was dann wiederum jedem einzelnen zugute kommt:

Also genauso, wie im “richtigen” Leben, wo man sich für eine Region, ein Dorf oder einen Verein einsetzt und dann als Individuum wieder vom Erfolg des größeren Konstrukts profitiert.

Durch “Spenden” kann man Clanmitgliedern Truppen schenken, wodurch man auch sein soziales Bedürfnis nach Großzügigkeit ein wenig ausleben kann.

Und wie im “richtigen” Berufsleben gibt es zur Motivation Aufstiegsmöglichkeiten, vom “Mitglied” bis zum “(Vize-)Anführer”.

Cool an dem Spiel ist auch, dass man seinen Clan immer dabei hat und egal wo man sich gerade befindet, zusammen gegen andere Clans aus aller Welt antreten kann. Zum Beispiel habe ich mit den Nordfriesländern am 26. Mai 2021 vom Hunsrück aus gegen eine starke Truppe der 7.500 Kilometer entfernten Insel Mayotte gekämpft:

In 365 Tagen habe ich jetzt eigentlich alles vom Spiel gesehen: Mein Rathaus hat den maximalen Level 14 erreicht, alle verfügbaren Gebäude sind gebaut, alle möglichen Einheiten wurden entwickelt und die höchste Ligastufe ist geschafft.

Ich kann mit einem gewissen Stolz sagen, dass ich ein sehr zuverlässiges Clanmitglied war, das viel gespendet und (bis auf zwei dumme Ausnahmen) auch immer im Krieg angegriffen hat.

Außerdem finde ich, dass mein Dorf doch sehr hübsch geworden ist:

Na dann schauen wir mal, was das nächste Jahr in der virtuellen Welt von “Clash of Clans” noch so alles so mit sich bringt.

Bis bald und allen (Clan-)kollegen eine gute N8!

Michael Holzheu

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