Rumänien – Teil sieben: 24. März 2018

Nach den acht Tagen Winter in Pitești, ist mein Ford Fokus ziemlich zugeschneit:

… und ich brauche erst mal 25 Minuten, um ihn wieder freizulegen …

… aber um 8:45 bin ich dann startklar:

Mein Weg führt mich über einen kleinen Umweg nach Cluj-Napoca:

Ich begleite die Fahrt zunächst mit Internet-Radio  …

… aber schließlich stelle ich fest, dass ich heute mehr Kontrolle über das Programm brauche!

Nach gut einer Stunde fällt mir dieser Fluss auf …

… und ich parke kurzentschlossen meinen Fokus, der heute irgendwie besonders gut aussieht:

Offensichtlich hat ihm der „Winterschlaf“ gut getan 😉

Auf der anderen Seite des Flusses bemerke ich eine größere Kolonie von Saatkrähen …

… die hier fleißig …

… Nester bauen …

… und ein gewaltiges „Kräh-Konzert“ veranstalten:

Zwischendurch höre ich immer wieder mal das Quietschen von Dohlen und tatsächlich sehe ich dann auch ein Exemplar:

Ich laufe durch den Schnee unter die Bäume und entdecke erstaunt eine coole Eigenschaft meiner eng anliegenden Hose:

Fast kein Schnee in den Schuhen: Form follows function – sehr gut!

Während ich das beeindruckende Spektakel der Krähen filme, sehe ich ein Rotkehlchen …

… das ich um diese Jahreszeit eigentlich nicht erwartet hätte.

Mittags bekomme ich Hunger und halte spontan in einem Ort an, wo offensichtlich gerade Markt abgehalten wird:

Das Essen ist sehr günstig – nur 25 Lei …

… in Stuttgart hätten die 5 Euro nicht einmal für die Getränke gereicht.

Auf der Weiterfahrt sehe ich in der Ferne einen mächtigen Schaufelradbagger – leider ist die Sicht versperrt: Also laufe ich zu Fuß los, um eine bessere Perspektive zu bekommen.

Dann blockiert eine langer Güterzug meinen Weg:

Nachdem ich den Mann am Bahnhof um Erlaubnis gefragt habe, zwänge ich mich unter einem der Wagen hindurch …

… aber leider sehe ich den Bagger dahinter immer noch nicht – menno!

Auf dem Rückweg zeigt mir ein Arbeiter, wie man etwas eleganter auf die andere Seite kommt:

Als ich frustriert ohne Bagger-Foto zum Auto zurückkehre, will ich wenigstens noch diese Hühner fotografieren:

Von der Kneipe nebenan rufen mir ein paar Männer etwas zu – habe ich vielleicht ihre Privatsphäre verletzt?

Es stellt sich aber heraus, dass sie nur ein paar Witze auf meinen Kosten gemacht haben: Zugegeben, ein Mann, der Fotos von Hühnern macht, wirkt schon etwas komisch in einer Arbeitergegend 🙂

Übrigens riecht es hier ziemlich übel: Angeblich Gas, das durch den Kohleabbau austritt …

… vielleicht kommt es aber auch einfach aus diesen gewaltigen Schloten.

Fast alle Häuser hier sind direkt an der Straße gebaut und kilometerweit geht es durch nicht enden wollende Ortschaften – vielleicht das längste Straßendorf der Welt?

Dann biege ich Richtung Norden ab und es geht wieder durch die verschneiten Karpaten:

Die Szenerie mit den tief hängenden Woken fasziniert mich so sehr, dass ich mit dem Filmen einfach nicht aufhören kann: Irgendwann macht dann der Akku meiner kleinen HX90 schlapp und ich wechsle auf die schwerere RX10.

Dann erreiche ich die nördliche Seite der Berge …

… wo der Schnee so langsam verschwindet ..

… und die Sonne herauskommt:

Es geht auf die gut ausgebaute A1 Richtung Herrmanstadt, die …

… einen auffälligen grünen Sichtschutz besitzt:

Ich beobachte immer wieder Luftspiegelungen, wie man sie bei uns nur im Sommer sieht:

Hier ein Gebäude, das wie ein modernes Osterei aussieht …

… und hier eine Kirche mit integrierter Tankstelle …

… Sachen gibt’s 😉

Dann noch Foto-Stopp an einem See, wo …

… spiegelnde Bäume …

… schönes Wasser …

… und Vögel zu sehen sind …

… diesmal Blässhühner, die am Abend noch lustig rumtauchen.

Wie immer wartet mein treuer Begleiter geduldig blinkend an der Straße:

Schließlich erreiche ich Cluj …

… das angeblich sehr sehenswert sein soll:

Kurz vor dem Hotel macht dann auch der Akku der RX10 schlapp …

… dreiviertel sieben – das waren dann immerhin zehn Stunden Zeit für 550 km Strecke und 105 Minuten Videomaterial.

An den Straßen stehen immer wieder Menschen, die mitgenommen werden wollen: Deshalb spielte ich heute zwei mal den Taxifahrer und habe dabei etwas Geld verdient:

Leicht verdientes Geld für mein Bier heute Abend …

… Prost!

Michael Holzheu

PS: Wer bei mir als Fahrgast einmal virtuell mitfahren will, hier geht’s lang: https://youtu.be/GWq1xPg2iRA

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