Calitour – Teil zwölf: Einmal Pitești und wieder zurück

Nach dem kleinen Zwischenfall in Timinsoara gestern, werde ich es heute dann schließlich bis Pitesti zu Nicole schaffen – ich wähle die südliche Route über Craiova:

Dabei freue ich mich besonders auf die Rumänischen Westkarpaten: Außerdem werde ich noch das Eisernen Tor sehen, wo die Donau durch das Gebirge bricht:

Vorher gehe ich aber nochmal in die Stadt, …

… um mir eine neue SIM-Karte zu besorgen:

Diese lege ich dann in eines der drei Smartphones ein, welche ich zum Testen der neuen App dabei habe und “Hurra”, ich bin wieder online!

Beim Verlassen von Timisoara sehe ich eine fast schon antike Straßenbahn …

… und die römisch-katholische Kirche Heiliges Herz Jesu:

Im Anschluss durchquere ich, wie geplant, Teile der Westrumänischen Karpaten, …

… wo das Heu noch auf Stecken getrocknet wird …

… und dunkle Wolken für düstere Stimmung sorgen:

Plötzlich sehe ich eine gewaltige Wasserfläche …

… und mache kurz Pause, um mir das mal aus der Nähe anzuschauen:

Über das Internet finde ich heraus, dass es sich hier um die Donau handelt, die es auf ihrem Weg zum Schwarzen Meer an dieser Stelle geschafft hat, irgendwie durch die Karpaten zu kommen.

Etwas später passiere ich dann eine Ortschaft, wo viele Häuser einen etwas merkwürdigen …

… asiatischen Stil haben …

… und komme mal wieder an beeindruckenden Industrieanlagen vorbei, …

… bei denen ich selbst die – wahrscheinlich schädlichen – Rauchwolken irgendwie ästhetisch finde:

Schließlich erreiche ich Abends die Stadt Pitești, …

… wo ich dann eine Nacht in unserem alten “Raucherhotel” …

… buche und schließlich Nicole wiedersehe, die – passend zum Sommer – diesmal …

… einen sehr farbenfrohen Look hat:

Leider haben sich die : Ihr Sohn ist krank und deshalb kann sie nicht mit zum Schwarzen Meer kommen. Ich reagiere etwas säuerlich – bin ich jetzt wirklich über 1000 km gefahren, nur um zu erfahren, dass die Party nicht stattfindet?

Statt am Strand vom Schwarzen Meer, verbringen wir dann den Tag an einem Hotelpool, …

… wo wir uns für einige Stunden auch wirklich gut entspannen können:

Ich habe die Stärke der rumänische Sonne unterschätzt und hole mir dabei einen üblen Sonnenbrand – Nicole hat damit weniger Probleme und scheint sich sehr wohl zu fühlen:

Trotz des wirklich netten Tages heute, können wir uns dann aber einfach nicht auf die Modalitäten des weiteren Vorgehens einigen und ich beschließe deshalb etwas frustriert, die Tour abzubrechen.

Am nächsten Tag geht es also die Strecke wieder zurück – nur statt nach Timisoara fahre ich diesmal zum etwas kleineren Arad:

Auf dem Weg werde ich wieder mit schönen rumänischen Wolken verwöhnt:

Am Hotel angekommen, …

… geht es dann in die Stadt, wo mir mal wieder eine …

… Straßenbahn entgegenkommt.

Es sieht hier an vielen Stellen ziemlich trostlos aus, aber in dieser Straße hat sich jemand wirklich Mühe gegeben, …

… ob die Dubai Mall das wohl von Arad kopiert hat?

In einer *Sushi*-Bar schaue ich mir noch die erste Halbzeit von Deutschland gegen Schweden an …

… und verfolge dann im Hotel, wie Toni Kroos mit seinem “last minute” 2:1 nochmal ein wenig Hoffnung aufkeimen lässt.

Im Grunde ist mir das aber momentan ziemlich egal und ich frage mich wirklich, warum ich die 1000 Kilometer zu Nicole fahren musste. Na ja, zumindest habe ich die Rumänischen Westkarpaten mal gesehen:

Aber warten wir mal ab, ob sich mir irgendwann noch ein tieferer Sinn für diese Geschichte eröffnet.

Michael Holzheu

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