Mamaia am Schwarzen Meer

Ich hatte mit Nicole schon vor einiger Zeit ausgemacht, dass wir wie letztes Jahr noch zusammen einen Urlaub am Schwarzen Meer in Mamaia machen wollen und kommende Woche würde es gut bei ihr passen. Auch ihre Cousine Alexa wäre wahrscheinlich wieder mit von der Partie. Also verschiebe ich ein paar Termine und fange an zu buchen.

Weil mich mein Bruder bei unserem letzten Treffen bezüglich „Global Warming“ etwas sensibilisiert hat, ermittle ich mit seiner Webanwendung mal den Kohlendioxid Verbrauch meiner letzten Reisen:

Um die durchschnittliche Erderwärmung bis 2050 auf 2°C gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen, darf jeder Erdenmensch wohl nur 2300 kg CO2 im Jahr verbrauchen. Da läge ich für 2019 alleine mit meinen zwei Ausflügen – plus dem zu erwartenden Verbrauch fürs normale Autofahren – mit fast 5000 Kilogramm bereits jetzt schon weit darüber. Der Flug nach Bukarest und zurück würde dann nochmal mit fast 1000 kg zu Buche schlagen:

Deshalb überlege ich tatsächlich noch kurz, ob ich vielleicht stattdessen mit dem VW-Bus fahren sollte, aber bei den insgesamt 40 Stunden reiner Fahrtzeit und den 3400 Kilometern kommt man auf fast den gleichen CO2 Bedarf, wie auf dem etwas kürzeren Luftweg:

Also bin ich dann am Ende eben doch wieder geflogen, aber um nicht zu viel schlechtes „Klimakarma“ anzuhäufen, habe ich mir diesmal für 23 Euro über Atomosfair immerhin noch einen Ablass für mein schlechtes Gewissen besorgt:

Bei der Vorbereitung dieses Blogs habe ich angefangen, die Alternativen mit Bus, Bahn, Fahrrad oder zu Fuß mal genauer zu untersuchen, aber das würde hier etwas zu weit führen und könnte vielleicht später einen eigenen Blogeintrag abgeben – außerdem sollte das auch besser von den Experten in meiner Familie abgesegnet werden, bevor ich hier irgendwelchen Unsinn erzähle 😉

Also belasse ich es erst mal bei diesem kleinen Vorwort und fahre nun mit dem üblichen Reisebericht fort. Ich fliege also nach Bukarest und fahre dann mit einem Mietwagen erst mal Richtung Nordwesten nach Pitesti, wo ich meine beiden Damen abholen will:

Auf der Fahrt fällt mir dieses lustige Verkehrsschild auf …

… und dann gibt es mal wieder echt spektakuläre Wolkenformationen:

Und auch beim Hotel in Pitesti macht sich die Wolke über der orthodoxen Kirche eigentlich ganz gut:

Am nächsten Tag treffe ich Nicole und Alexa und es geht schon sehr früh los Richtung Mamaia:

Dies ist der nördlichste Stadtteil von Konstanza und liegt auf einer etwa sieben Kilometer langen und ca. 350 Meter breiten Landzunge zwischen dem Schwarzen Meer und dem Süßwassersee Siut-Ghiol:

Unser Appartement liegt dieses Mal relativ weit im Norden, wofür ich gleich Schelte von meinen Mitreisenden bekomme, weil die „Partyzone“ eigentlich mehr im Süden liegt. Dieser Teil hier sei eher was für Stars, die ihre Ruhe wollen – meint Nicole.

Aber immerhin ist unsere Behausung sehr schön …

… und farblich wirklich toll abgestimmt, …

… sogar passend zum Außenanstrich:

Nach dem Checkin erkunden wir den Strand …

… und essen erstmal Maiskolben bei einem nahe gelegenen Markt:

Nicole möchte heute Abend unbedingt noch zum Luna Park: Als ich den Bus nehmen will, gibt es gleich wieder leicht negative Schwingungen, denn meine Lady würde lieber standesgemäß mit dem Taxi kutschiert werden. Zum Glück kann ich sie aber doch überreden, denn anschließend fahren wir mit einem echt rekordverdächtigen Langstreckenläufer:

Fast eine Million Kilometer, das nenne ich mal nachhaltig!

Kurz vor dem Park treffen wir zufällig Andrei, den jungen Neffen von Nicole, der gerade mit seinem älteren Fußballfreund Fernando hier ist – also geht es zu viert auf den Rummel:

Dort versuche ich mich erst mal mit Bullenreiten, …

… wo es der Kontrolleur doch tatsächlich schafft, mich von dem wilden Tier zu werfen:

Weiter machen wir mit „Hau den Lukas“ …

… und ein paar Runden Kartfahren:

Dann geht es mit dem Riesenrad nach oben, …

… wo wir noch ein ein leicht verrücktes Selfie von uns drei Hübschen machen:

Beim Essen kann es dieser kleine Kerl kaum glauben, …

… wie viel Geld Nicole jetzt plötzlich in Händen hält:

Deshalb fahren wir am nächsten Tag auch standesgemäß mit dem Taxi, worüber sich „Lady Nicole“ dann auch besonders freut:

Heute geht es erstmal zum Aqua Magic Park, …

… und danach mit der Seilbahn ins Zentrum zurück, …

… wo beim Abendessen sogar ein gegrilltes Spanferkel ausgestellt wird:

Bei den sehr schön von Bäumen umgebenen Restaurants wird außerdem traditionelle rumänische Live Musik geboten:

Nach dem Essen lässt sich Nicole ein hübsches indisches Henna Tattoo machen …

… und dann wird virtuell Achterbahn gefahren:

Am Ende des Tages darf ich schließlich im Princess Club noch mit Nicole und Alexa tanzen, bis die Ladies dann irgendwann nach Hause wollen:

Am nächsten Morgen erfährt Alexa, dass ihr Sohn einen Verkehrsunfall hatte und mit Kopfverletzungen und kaputtem Bein im Krankenhaus liegt. Deshalb will sie jetzt verständlicherweise unbedingt nach Hause, um nach ihm zu sehen – Nicole will sie dabei begleiten.

Also fahren meine zwei Damen heute morgen mit dem Zug wieder zurück nach Pitesti und ich bleibe alleine zurück. Ich will das Beste aus der Situation machen und versuche erst mal, ein paar interessante Motive zu finden. Zum Beispiel erzeugt die Petromidia Raffinerie hier im Telezoom einen ganz besonderen Kontrast zu den badenden Menschen im Vordergrund:

Diese zerfließende Skulptur erinnert mich irgendwie an die Werke von Salvador Dalí …

… wohingegen die akkurat aufgestellten Schirme hier vielleicht eher vom Verpackungskünstler Christo sein könnten:

Am Horizont sieht man immer wieder gewaltige Tanker, die vielleicht gerade das Kerosin von der Raffinerie abtransportieren, das wir zum Fliegen brauchen:

Und diese zwei Jungs vergnügen sich in zwar eher kleinen Wellen, …

… von denen es hier aber dafür Tausende gibt:

Wieder mal beehrt mich eine Nebelkrähe …

… und eine Möwe präsentiert sich effektvoll in der schon tief stehenden Sonne:

Dann geht es nochmal auf die Flaniermeile, …

… wo man recht günstig für gut zwei Euro Döner oder für einen Euro wieder leckeren Mais essen kann:

Übrigens: An den Geldautomaten in Mamaia ist mir der extrem schlechte Wechselkurs von 1:4,2 aufgefallen – eigentlich liegt dieser eher bei 1:4,7. Ein Rumäne meinte zu mir, dass man wohl besser bei einer Bank in Konstanza am Automaten abheben sollte.

Beim Princess Club entdecke ich noch ein schönes Lagerfeuer, …

… hinter dem die riesigen Monitore schön flimmern:

Der Abend geht dann heute für mich schon recht früh …

… mit einem Glas „Gin Tonic“ zu Ende:

Auf dem Rückweg lerne ich schließlich noch, dass man in Mamaia per Smartphone zwar keinen „Uber“, aber dafür mit Clever ein Taxi bestellen kann:

Am nächsten Tag will ich noch ein bisschen am Strand abhängen:

Die schönen Schirme hier sind mit echtem Schilf bedeckt, …

… das von Spatzen offensichtlich als Nistmaterial geschätzt wird:

Und auch meine geliebten Nebelkrähen turnen auf den Schattenspendern herum:

Der Strand hier ist privat und Gäste müssen für eine Liege 40 Lei berappen:

Weil mir das englische Wort „Couch“ nicht einfallen will, google ich danach und finde dabei noch eine lustige Diskussion über die „Couch Potatoe“:

Auch dieser Couch hier wird auf alle Fälle keine Kartoffel sondern eine hübsche Frau mit Hightech Unterstützung massiert:

Verrückt, was es nicht alles gibt – aber ok ich bin hier ja auch am …

Übrigens geht die Sonne in Mamaia nicht über dem Meer, sondern auf der anderen Seite hinter dem See unter:

Trotzdem ist das Farbenspiel wirklich atemberaubend:

Hoffentlich bekommen wir das „Global Warming“ Thema doch irgendwann in den Griff, damit uns unsere Sonne noch lange mit ihrer Schönheit erfreuen kann.

Liebe Grüße!

Michael Holzheu

Und wie immer an dieser Stelle, hier das Video zu unserem Ausflug: https://youtu.be/f1Sq5KD8Rv8

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