Zwei Mikes in USA – Teil 11: Las Vegas & Death Valley

Heute ist Freitag, der 21. September: Nachdem wir gestern unseren Tag in Zion voll ausgeschöpft haben, wollen wir heute wieder zurück nach Westen, Richtung Josemite-Nationalpark.

Am Ende des Tages werden wir folgenden Weg hinter uns gelassen haben:

Wie immer wird erst mal gemütlich gefrühstückt und weil das Toastbrot ausgegangen ist, essen wir zur Abwechslung mal Früchte:

Für den Blog fotografiere ich dann noch unsere Schaltzentrale:

Von oben nach unten gibt es hier folgende Bedienelemente:

  • Füllstandsanzeigen + Knöpfe für Strom, Frischwasser, Fäkalienabwasser und Grauwasser
  • Schalter für Warmwasser und Pumpe
  • Anzeige für Generatorlaufzeit und Schalter zum Starten und Stoppen des Generators

Zum Beispiel sind aktuell die Akkus voll geladen …

… und der Grauwassertank leer:

Wir studieren noch etwas die Unterlagen unserer Campsite, …

… die sich offensichtlich besonders auf Hundehalter spezialisiert hat:

Danach machen wir noch einen kleinen Rundgang auf dem Platz …

… und sehen wieder verschiedene Varianten von Campinggefährten:

Zunächst denken wir, dass diese Kupplung dazu da ist, um das Auto an den Camper anzuhängen, …

… aber die Besitzerin klärt mich dann auf, dass daran der Fahrradträger befestigt wird. Sie fährt mit dem kleinen Auto separat hinter ihrem Freund her, der das Auto mit dem angehängten Wohnwagen steuert.

Hier sehen wir ein ziemlich großes Exemplar eines „Wohnaufliegers“, …

… den man an an diesem Pick-up …

… mit einer gewaltigen Kupplung befestigen kann:

Ebenso gewaltig wirken dann auch die Zugmaschinen:

Hier mal eine Variante, die wir auch aus Europa kennen – ein Roller für die lokale Beförderung …

… und schließlich die nächst größere Option – ein Auto aufgebockt hinten angehängt:

Bei der Entsorgung des Mülls, stelle ich fest, dass offensichtlich auch andere Menschen die schönen Froot Loops verschmähen:

Mittlerweile hat sich unser linker Außenspiegel trotz aller Bemühungen wieder verstellt und bei näherer Betrachtung stellen wir fest, dass sich hinter einer Plastikkappe ein Innensechskant versteckt:

Weil wir kein passendes Werkzeug haben, fragen wir einen Angestellten des Parks um Hilfe: Dieser besitzt aber auch keinen passenden Schlüssel und am Ende verwenden wir dann ein artfremdes Werkzeug, um die Inbusschraube anzuziehen. Der Mann trägt einen Bart, welcher mich sehr an den Wrestler Hulk Hogan erinnert. Als ich ihn darauf anspreche, scheint er nicht sonderlich erfreut zu sein und meint nur lakonisch „I wish I had his money“ 🙂

Dann geht es los Richtung Las Vegas und wir durchqueren ein kurzes Stück von Arizona, …

… das uns mit tollen Bergen erfreut, …

… durch die der Highway teils mit Gewalt …

… und teils natürlich hindurchgelegt wurde:

Mit heraushängendem Kopf filme ich mal wieder die Szenerie, …

… wobei mich jetzt dieses Selbstportrait ein wenig an das Hundebild vom Anfang des Blogs erinnert 😉

Es geht weiter entlang der Interstate 15 …

… und wir erreichen wieder Nevada, …

… wo wir einen Werner-Truck sehen:

An dieser Stelle viele Grüße an unseren alten Schulfreund „Werner G.“ 🙂

Dann sehen wir wieder Mal einen coolen „Dreier-Truck“ …

… und wenig später einen RV, der im Urlaub wohl gerne mit seinem eigenen Boot unterwegs ist:

Wir beschließen, einen Tag in Las Vegas zu verbringen – aber trotz dieser Funkmasten …

… versteht uns die Dame vom RV Park am Telefon nicht richtig …

… und eine Buchung über die Webseite ist für heute auch nicht möglich:

Als die alte „Stadt der Sünde“ …

… dann am Horizont auftaucht, …

… beschließen wir deshalb erst mal einen Parkplatz anzusteuern, …

… wobei Mike uns dann eine zum Teil unfreiwillige Stadtrundfahrt durch Las Vegas verschafft, wo ich alte Bekannte wieder sehe: Zum Beispiel den Trump Tower, …

… den High Roller, …

… das MGM Grand Hotel, …

… wo Herr „Kupferfeld“ wohl immer noch gastiert, oder das New York-New York Hotel, …

… mit der Lady Liberty, die gerade mit dem T-Shirt der Las Vegas Aces Damen neu eingekleidet wurde:

Auch coole Autos …

… und coole Typen „dürfen“ wir betrachten:

Schließlich erreichen wir doch irgendwann den Parkplatz, auf dem wir aber dann nicht bleiben dürfen, weil wir keine „CoStar ID“ besitzen:

Etwas Abseits finden wir dann einen Firmenparkplatz, …

… wo Mike die Erlaubnis einholt, unseren RV für ein paar Stunden abzustellen:

Wir parken direkt neben einem Hubschrauber, der hier ausgestellt ist …

… und wohl nicht mehr flugfähig ist: Genauso wie Mikes imaginärer Privatjet, über den wir bereits die letzten Tage zum Zeitvertreib viele lustige Geschichten improvisiert haben. Mein Begleiter scheint wirklich sehr an seinem kaputten Flugzeug zu hängen und hat bisher alle meine Versuche, es ihm abzuluchsen, erfolgreich abgewehrt 😉

Mit Uber geht es anschließend in die Innenstadt, …

… wo wir beim High Roller …

… aussteigen, um erst mal etwas zu essen.

Um die Wartezeit zu überbrücken, bis in dem von uns gewählten mexikanischen Restaurant draußen Plätze frei werden, machen wir noch einen kleinen Rundgang und kommen am Flamingo Hotel vorbei, wo ich vor zwei Jahren übernachtet habe:

Kurz besichtigen wir auch das Innere …

… und dann erlaube ich mir noch ein Foto …

… mit den IT Girls, …

… von deren Webseite ich dann doch etwas enttäuscht war, …

http://www.itgirlsandco.com

… weil der „BECOME AN IT GIRL“ Knopf für mich einfach nicht funktionieren wollte 🙂

Wir flanieren noch ein wenig auf dem Strip, …

… bis wir schließlich in dem mexikanischen Restaurant …

… einen schönen Platz an der frischen Luft …

… und extrem leckeres Essen bekommen:

Als ich dann den Rechnungsbetrag plus 20 % Trinkgeld …

… in unser Google Sheet eintragen will, …

… stelle ich erstaunt fest, dass unsere Bilanz mit aktuell 36 Cent Unterschied doch ziemlich ausgeglichen ist.

Auf dem Weg zur Toilette sehe ich dann noch eine Botschaft, …

… die ich jetzt einfach mal positiv werten würde!

Bevor wir die Stadt wieder verlassen, wollen wir für je 25 Dollar …

… noch die Stadt vom Riesenrad aus betrachten und bekommen eine Gondel ganz für uns alleine:

Als ich dieses Flugzeug sehen, …

… greife ich Mikes „Millionärsgeschichte“ nochmal auf und gestehe nun meinerseits, dass ich extra für ihn vorab diese besondere Fahrt gebucht hätte, um den Urlaub möglichst angenehm zu gestalten:

Bei dem Gedanken, dass dies möglicherweise wahr sein könnte, scheint sich mein Begleiter aber dann irgendwie nicht besonders wohl zu fühlen 🙂

Egal – was auch immer dazu geführt hat, am Ende genießen wir dann doch einfach nur die exklusive Aussicht …

… auf den Pool vom Flamingo Hotel, …

… das schöne Paris Hotel, …

… das Venetian, den Trump Tower, das Treasure Island und …

… den Flughafen, …

… wo Mikes kaputtes Flugzeug vielleicht in einem Hangar wartet 🙂

Als dann genau zum richtigen Zeitpunkt auch noch die Wasserspiele vom Bellagio starten …

… bekommt meine „Ich habe alles geplant“-Story noch etwas mehr Gewicht.

Beim Blick auf das Hilton Grand Hotel …

… scheint sich dann auch noch die Realität zu verzerren – komisch das hatte ich doch gar nicht so gebucht 😉

Schließlich geht es wieder hinunter …

… und nach dem Aussteigen …

… bewundern wir noch die gewaltigen …

… Stützen, die das riesige Rad tragen:

Auf der Rückfahrt zu unserem RV …

… sehe ich erneut eine Botschaft, …

… die ich wieder als positive Rückmeldung auffasse.

Das haben die beiden Michels doch jetzt echt gut hinbekommen, oder?

Dann verlassen wir Vegas, …

… biegen gleich wieder falsch ab …

… und machen noch einen kleinen Umweg …

… zur größten Tankstelle …

… des bekannten Universums, …

… mit insgesamt …

… unglaublichen 96 „Pumps“:

Wahrscheinlich wegen des wirklich stolzen Benzinpreises, …

… tankt hier außer uns sonst fast keiner:

Weil wieder ein fünfstelliger Code für die Kreditkarte verlangt wird, …

… muss Mike aber vorher noch zum „Tankhäuschen“, …

… das auch von innen …

… auch ganz gut …

… zum Äußeren passt:

Dann geht es an mysteriösen schwarzen Flächen vorbei, …

… erst mal wieder zurück nach Vegas, wo wir anschließend links Richtung Death Valley abbiegen:

In Pahrump hole ich noch …

… ein paar Dollar in Cash, …

… weil der Sprit mit Barzahlung etwas günstiger ist:

Nach dem Tanken …

… kommen wir dann mit den 2,8 Dollar pro Gallon und den 3,9 Dollar von vorhin wieder auf einen ganz akzeptablen Schnitt 🙂

Die Sonne geht bald unter:

Trotzdem will Mike will noch ein Ladekabel mit Mini-USB für seine Kamera kaufen. Deshalb machen wir halt bei einem Walmart, …

… in dem es wirklich *alles* zu geben scheint, …

… uns aber dann die Verkäuferin trotzdem erklären muss, dass sie Mikes speziellen Wunsch nicht erfüllen kann. Als wir dann die vielen Kabel und Adapter sehen, …

… zweifeln wir zunächst ihre Kompetenz an und durchsuchen selbst einige Minuten lang den Wust an Packungen – leider ohne Erfolg.

Dann fragen wir einen sehr jungen Großvater, der hier gerade mit seinem Enkel einkauft, nach einem alternativen Geschäft. Er ist zwar sehr hilfsbereit aber findet auch keine Lösung für uns. Wir führen anschließend noch eine längere Unterhaltung mit ihm und erfahren dabei, dass diese Stadt wohl auch „Meth-City“ genannt wird. Ich kann mir auch wirklich lebhaft vorstellen, wie Walter und Jessie von hier aus mit dem Wohnmobil in die Wüste fahren, um ihre Drogen zu kochen 🙂

Der Mann hat einen ziemlich derben Humor: Ich persönlich freue mich sehr, mal wieder auf diesem Niveau kommunizieren zu können und Mike scheint auch zufrieden, …

… dass er jetzt in der Beziehung etwas entlastet wird 😉

Nachdem wir anschließend noch einmal einen anderen Verkäufer gefragt haben, bekommt Mike dann tatsächlich doch noch ein Universal-Ladegerät, mit dem er seine Akkus wieder aufladen kann.

Frohgemut geht es hinterher weiter Richtung Westen …

… in den Sonnenuntergang, …

… wo Mike am Steuer …

… endlich auch mal einen Eindruck vom Death Valley bekommt:

Weil es schon etwas spät ist, …

… lassen wir den tiefsten Punkt Nordamerikas aus …

… und steuern einen Campground an, …

… der aber leider schon ausgebucht ist:

Die Temperaturen sind angenehm und wir schauen noch etwas auf die Sterne. Entgegen meiner Erwartung scheint es aber nicht sehr klar zu sein und Mike bezeichnet anschließend auch noch mein schönes Mondbild …

… als „matschig“: Ich fühle nicht genügend Wertschätzung für meine künstlerische Arbeit und thematisiere auf der Weiterfahrt die Frage, …

… was er mit dem Begriff „matschig“ eigentlich genau ausdrücken wollte. Mike windet sich etwas und will sich nicht auf eine wertende Deutung einlassen. Schließlich überzeugt er mich, dass er damit nur die objektive Qualität meines Werks beschreiben wollte 🙂

In der Mitte vom Tal des Todes …

… stoppen wir noch einmal an einem Aussichtspunkt …

… und ich versuche mich noch einmal an einem Bild vom Mond:

Als ich Mike erneut nach seiner Meinung frage, …

… lobt er mich dieses Mal ohne zu zögern ausdrücklich für meine gelungene Arbeit und betrachtet dann weiter die Sterne:

Schließlich verlassen wir das Tal und erreichen einen Campingplatz, …

… von dem aus man den Mond eigentlich auch schön sehen kann, …

… aber irgendwie gelingt mir das Bild dieses Mal einfach nicht so richtig 🙂

Liebe Grüße – wieder aus Kalifornien!

Der kleine und der große Mike

Wie immer, hier der Film zum Tag: https://youtu.be/NzYMt38a6sQ

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