Wutachschlucht mit der „Freundin von nebenan“

Heute will ich über einen Ausflug mit meiner „Freundin von nebenan“ in die Wutachschlucht berichten. Am Donnerstag, den 13. Juni 2019 soll es losgehen. Aber zuvor will ich auf alle Fälle noch meinen Termin bei IBM-History wahrnehmen. Vor dem Labor weht interessanterweise die Rainbow-Fahne, welche ich hier noch nie zuvor gesehen habe:

Nach der „Arbeit“ mache ich noch schnell ein paar Einkäufe, welche ähnlich bunt wie die Flagge oben ausfallen:

Unser Start Richtung Südschwarzwald wird – natürlich zeitgemäß übers Internet – mit der Familie geteilt, …

… ebenso die Ankunft:

Wir verbringen einige Tage bei der Schlucht, …

… die eine wirklich wunderschöne Vegetation aufweist:

Im Folgenden will ich insbesondere über eine Wanderung berichten, welche ich alleine unternommen habe. Weil ich mein neues Mikrofon – ein NT-USB von Rode – testen wollte, gibt es den Blog diesmal auch wieder als Podcast:

Am Tag zuvor sehe ich – noch zusammen mit meiner Freundin – eine Wasseramsel, …

… die wohl gerade im kühlen Nass auf Beutefang geht …

… und welche mir bis dahin noch unbekannt war:

Über der Wutach fliegen Tausende von Insekten …

… und auf der anderen Seite des Flusses liegt ein riesiger, sehr interessant aussehender, Stein:

Am folgenden Tag fahre ich erst einmal mit dem Bus von der Wutachmühle bis zu der Gemeinde Boll. Von dort möchte ich durch die Schlucht auf gut 10 Kilometern wieder zum Ausgangspunkt zurücklaufen:

Um kurz vor vier erreiche ich dann am Ortsausgang den Zugang zur Schlucht …

… und sehe gleich einen hübschen Klatschmohn am Wegesrand:

Unten in der Schlucht angekommen, erinnert mich die Szenerie mit den Farnen fast ein wenig an den Milford Track in Neuseeland:

Der Weg zur Wutachmühle ist mit 9 Kilometern angegeben:

Eine schöne Rote Nachtnelke

… und eine Akelei zieren hier den Wegesrand:

Dann komme ich an der hübschen Kapelle vom 1992 abgerissenen Bad Boll vorbei:

Ein Schwarzspanner, oder auf Schwäbisch „Kaminfegerle“, stärkt sich mit einem Schluck aus der Schafgarbe …

… und daneben fängt gerade ein kleines Vergissmeinnicht zu Blühen an:

An einem Steinmännchen probiere ich eine neue Filmtechnik aus:

Beim gleichzeitigem Hineinzoomen wird die Kamera vom Objekt wegbewegt, wodurch die Skulptur gleich groß bleibt und sich nur der Hintergrund ändert. Diese Technik nennt man Dolly-Zoom, Travelling-Zoom oder auch Vertigo-Effekt. Letzterer Name kommt daher, dass man mit dieser Methode in dem Hitchcock Film Vertigo die Höhenangst der Protagonisten zum Ausdruck bringen wollte.

Anschließend kommt dann noch Zeitlupentechnik bei einem hübschen kleinen Wasserfall zum Einsatz:

Weiter geht es mit etwas Wiesenschaumkraut:

Typisch für die Wutachschlucht sind die Pestwurzbestände, deren riesige Blätter …

… immer wieder vom Pestwurzrüssler durchlöchert werden. Hier hat sich einer von ihnen sehr ambitioniert an einem Herz versucht:

Allerdings kommt mir die Kontur etwas schlampig ausgeschnitten vor  –  vielleicht nannte man auch deshalb diese Gesellen früher einfach nur die Faulrüssler?

Der Weg durch das saftige Grün …

… führt dann etwas hinauf und ich erhasche einen schönen Blick auf die Wutach, …

… deren rostbrauner Grund eine gelungene Komposition mit den grünen Pestwurzblättern ergibt:

Dann sehe ich eine Wand, die wahrscheinlich aus Muschelkalk gebildet wurde:

Weiter geht es durch den grünen Wald …

… an Stellen vorbei, wo sich die Wutach von ihrer malerischen Seite zeigt:

Wieder entdecke ich einen Vogel, den ich noch nicht kenne, …

… dessen Wippen mich aber sehr an eine Bachstelze erinnert: Mein Vater klärt mich später auf, dass es sich hierbei um eine Gebirgsstelze handelt.

Der Weg führt jetzt über Treppen …

… und Brücken, …

… die Anfangs des 20. Jahrhunderts von dem Ingenieur Karl Rümmele erbaut wurden:

An morschen Stellen wachsen immer wieder mal kleine Pilze, …

… die von Nacktschnecken …

… gerade zum Abendessen verspeist werden:

Zum Abschluss darf ich dann nochmal eine Wasseramsel …

… und – für mich persönlich als weitere Premiere – einen Zaunkönig fotografieren:

Schließlich erreiche ich um 19:45, nach ziemlich genau vier Stunden, wieder das Kiosk an der Wutachmühle, wo ich mich mit einem Schwarzwälder Weißbier und Kirschkuchen belohne:

Dabei fällt mir noch ein lustiges Vogelhaus auf, das von einem Kohmeisenpaar bewohnt wird:

Nachdem ich am nächsten Tag den VW-Bus beim Kiosk aufgeladen habe, …

… fahren wir noch etwas ins Grüne, …

… wo wir versuchen, den Unterschied zwischen Roggen und Gerste zu lernen:

Wir kommen an merkwürdigen …

… Insekten vorbei …

… und ich rücke das Bildhaus noch ins rechte Licht:

Wenig später werden wir von einem grandiosen …

… Sonnenuntergang verwöhnt, …

… schön begleitet durch das beruhigende „Pickwerwick Pickwerwick Pickwerwick“ der Wachteln:

Am Rand eines Roggenfeldes fotografiere ich schließlich wieder Mohnblumen, …

… welche sich wunderschön im Wind der Abendsonne wiegen …

… und die ich an dieser Stelle, zumindest virtuell, meiner „Freundin von nebenan“ überreichen möchte.

Liebe Grüße!

Michael Holzheu

Und hier wie immer, der passende Film zum Ausflug: https://youtu.be/nD04ekJV1S0

2 Kommentare zu “Wutachschlucht mit der „Freundin von nebenan“
  1. Georg Holzheu sagt:

    Hallo, Michael,
    deinen Blog habe ich mit Vergnügen gelesen.Ich beneide dich um das Foto von der Wasseramsel,die ich noch nie fotografieren konnte. Besonders schön ist das Foto mit den Mohnblumen.
    Viele Grüße
    Papa

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