Calitour – Teil sieben: Warschau

Nach der drittgrößten Stadt gestern, geht es heute in größte Stadt Polens – nach Warschau:

Durch die Westverschiebung Polens …

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Curzon-Linie.svg#/media/File:Curzon-Linie.svg (CC BY-SA 3.0)

… liegt die Stadt nun deutlich östlicher …

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Curzon-Linie.svg#/media/File:Curzon-Linie.svg (CC BY-SA 3.0)

… oder andersherum – das Land jetzt weiter im Westen 🙂

Beim Verlassen von Lodz sehe ich einen Fahranfänger, …

… der auch wirklich vorbildlich markiert ist.

Generell empfinde ich den polnischen Straßenverkehr als äußerst gesittet – kein Vergleich zu dem wilden und ungezügelten Kampf auf Rumänien’s Straßen 🙂

Ich fahre also über die Autobahn …

… 140 km ostwärts …

… und erreiche um die Mittagszeit Warschau, …

… wo ich erst mal eine kleinwüchsige Frau bei den Autos beim Betteln sehe:

Mehr auf der Sonnenseite des Lebens scheinen diese polnischen Herren zu sein, …

… die mir von einem riesigen Plakat aus zulächeln:

Hmm, ob die in den Büros da wohl auch noch Sonne bekommen?

Ich habe seit Wochen keinen Sport getrieben und marschiere deshalb heute ganz bewusst zu Fuß, über fünf Kilometer, in die Stadt …

… und später auch wieder zurück.

Ich laufe durch den sehr schönen Ujazdowski Park, …

… wo es sogar öffentliches WLAN gibt:

Dort begrüßt mich gleich eine hübsche Nebelkrähe …

… und ich verbringe etwas Zeit mit einer Blässhuhnfamile, …

… wo der zerzauste Nachwuchs …

… gerade das Tauchen übt:

Die Schönheit der Parks …

… läßt einen fast vergessen, …

… dass man hier in einer großen Metropole ist.

Wenig später läuft mir ein wirklich süßes …

… Eichhörnchen über den Weg, …

… das Verstecken spielt:

Außerdem sehe ich noch fünf weitere polnische Vögel …

… kleines Quiz zwischendurch: Wie viele davon können Sie bestimmen?

Hier die Lösung

Haussperling, Elster, Wacholderdrossel, Kohlmeise und Feldsperling

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Ich selbst war mir zumindest bei den letzten Zweien nicht 100% sicher.

Über eine lange Straße, die mich irgendwie an Lodz erinnert, …

… geht es schließlich zum weitläufigen Schlossplatz …

… mit der Sigismundsäule  …

… und dem Warschauer Königsschloss, hier etwas später am Abend aufgenommen:

Und es gibt wieder …

… Seifenblasen, die offensichtlich gerade in Mode sind:

Hinter der Weichsel, dem längsten Fluss Polens, sieht man von hier aus auch das Nationalstadion:

Dort haben wir übrigens im Halbfinale der EM 2012 gegen Italien verloren – mit dem unvergesslichen Auftritt von Mario Balotelli: https://goo.gl/images/UnTgnr

Ein paar Meter weiter komme ich zum hübschen Altstadtmarkt, …

… wo am Brunnen, neben Kindern, ein …

… kleiner Spatz planscht:

Durch die Altstadt fahren viele Pferdegespanne, sowohl mit jungen Frauen, …

… als auch Männern auf dem Kutschbock.

In der Nähe der Stadtmauer fasziniert mich das Spiel einer jungen Schweizerin:

Ihr Instrument heißt Hangdrum und sieht irgendwie antik und fernöstlich aus, ist aber Hightech und wurde Anfang der 1990er Jahre in der Heimat der Künstlerin entwickelt.

Hier ein gut drei minütiger Mitschnitt ihres wunderschönen Vortrags:

Auf dem Rückweg sehe ich dann wieder Leihräder bei Madame Curie, …

… die das von ihr (und ihrem Mann) entdeckte Element mit der Ordnungszahl 84,

… nach ihrer Heimat, Polonium benannt hat.

Nebenan findet gerade eine Hochzeit statt und ein junger Mann filmt mit einem Schwebestativ:

Ich komme mir jetzt irgendwie unprofessionell vor und beschließe deshalb, mich demnächst mal wieder technologisch auf den neuesten Stand zu bringen.

Dann mache ich mich auf den Rückweg und sehe in der Abendsonne wieder eine schmucke Nebelkrähe, …

… weitere schöne Parks …

… und nochmal eine (etwas skeptische) Nebelkrähe:

Am Ende der Tour komme ich schließlich noch an dem imposanten Warschauer Kulturpalast vorbei, …

… der mit 237 Metern das höchsten Gebäude Polens ist und im Volksmund …

… auch „Stalinstachel“ genannt wird.

Als die Sonne hinter dem Gebäude untergeht, …

… bin ich nach dem ganzen Gelaufe auch einigermaßen platt – vielleicht sollte ich wieder mit dem Sport anfangen?

Wer Lust hat, kann meinen Gewaltmarsch von heute gemütlich im Sessel nachvollziehen, hier geht’s lang: https://youtu.be/hQ9B29hJIUg

Viele Grüße aus der polnischen Hauptstadt Warszawa!

Michael Holzheu

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