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Zwei Mikes in USA – Teil 16: Executive Summary

Zu guter Letzt will ich noch die wichtigsten Punkte unserer zweiwöchigen Reise durch den Westen der USA zusammenfassen:

Das gesamte Land …

… hat 328 Millionen Einwohner und besitzt etwa das 27-fache der Fläche von Deutschland: Damit ist es mit Faktor 1/7 bei weitem nicht so dicht besiedelt – allerdings haben wir auf der Fahrt auch sehr viel (wahrscheinlich) unbewohnbare Wüste gesehen.

Unser Weg …

… durch das Land ist hier in Blau abgebildet:

Auf insgesamt 4554 km Strecke sind wir durch sieben verschiedene Bundesstaaten gekommen …

… und zwar in folgender Reihenfolge:

  • Kalifornien
  • Nevada
  • Utah
  • Idaho
  • Montana
  • Wyoming
  • Idaho (2nd)
  • Utah (2nd)
  • Arizona
  • Nevada (2nd)
  • Kalifornien (2nd)

Zehnmal haben wir dabei eine Grenze überquert:

Unsere Tour war „ziemlich auf Kante genäht“ und wir hatten – außer zuletzt am ersten Tag im Yosemite-Nationalpark – so gut wie nie Zeit zum Trödeln. Wenn Sie die Möglichkeit haben, etwas mehr Zeit mitzubringen, würde ich das im Zweifel in Erwägung ziehen.

Das Geld …

… heißt hier bekanntlich US-Dollar …

… und an ATMs bekommt man es mit EC oder Kreditkarte eigentlich überall:

Ganz US-typisch, kann man natürlich fast immer auch mit Kreditkarte bezahlen, …

… was in Restaurants nicht *ganz* trivial ist – deshalb habe ich im Folgenden mal den Ablauf Schritt für Schritt beschrieben:

  1. Ich sage zur Bedienung: „Can I get the check, please“ oder einfach „The check, please“
  2. Die Bedienung bringt eine Mappe mit der Rechnung an den Tisch
  3. Ich führe die Mappentransaktion *eins* aus:
    1. Prüfe Rechnung
    2. Lege Kreditkarte in Mappe
    3. Lege Mappe an den Rand des Tisches und lasse – wenn möglich – die Karte etwas herausschauen
  4. Die Bedienung sieht das, holt die Mappe ab, macht irgendetwas mit der Kasse und bringt dann die Mappe wieder zurück, welche nun folgenden Inhalt hat:
    • Wieder meine Kreditkarte
    • Zweimal die Rechnung in Form von:
      • Der „Restaurant Copy“
      • Der „Guest Copy“
  5. Ich führe die Mappentransaktion *zwei* aus:
    1. Fülle die „Restaurant Copy“ aus:
      1. Trage den Tip / die Gratuity / das Trinkgeld ein
      2. Rechne die Gesamtsumme aus und trage diese ebenfalls ein
        • Tipp: Den Tip gerade machen und nicht die Gesamtsumme – das spart Gehirnzyklen 🙂
      3. Unterschreibe die Rechnung
      4. Lege ausgefüllte „Restaurant Copy“ wieder in Mappe
    2. Nehme die Kreditkarte aus der Mappe
    3. Optional: Nehme auch die „Guest Copy“ heraus
    4. Schließe die Mappe und lasse sie auf dem Tisch liegen
  6. Ich bin jetzt fertig und kann gehen
  7. Irgendwann holt die Bedienung die Mappe dann wieder ab

Schon jetzt hatte ich die Prozedur bereits wieder vergessen und musste selbst zur Sicherheit erneut in einem Internetforum nachlesen.

In Restaurants zahlt man hier schnell an die 50 Dollar für ein Mahl, aber man kann auch viel günstiger essen – zum Beispiel einen Burger im Wendy’s für nur sieben Dollar, …

… oder ein Steak im Denny’s für schlappe zwölf Bucks:

Bei Denny’s zahlt man übrigens nach dem Essen an einer Kasse beim Ausgang.

Hier noch das offizielle Google Sheet aller unserer Ausgaben für die zwei Wochen, …

… das außerdem belegt, dass wir unser selbst gestecktes Limit von 3.000 Euro pro Nase locker eingehalten haben und Mike mir noch 2 Dollar und 9 Cent schuldet 🙂

Die Campgrounds …

… gibt es in zwei Ausführungen – Private und Staatliche: Bei den privaten Plätzen ist die größte Kette wohl KOA. Aus finanziellen Gründen haben wir aber unsere drei privaten RV Plätze bei anderen Anbietern gesucht, die pro Nacht so um die 50 Dollar (plus Steuern) haben wollten.

Dort hatten wir immer den Luxus, eigene Anschlüsse zu haben …

… und in Elko durften wir sogar einen Shuttleservice nutzen.

Als Alternative gibt es die staatlichen Plätze, welche zwar günstiger sind, aber dafür auch nur eine sehr spartanische Ausstattung haben – also ohne Strom, Wasser und Dumpstation am Stellplatz:

Außerdem haben sie meist auch keinerlei Beleuchtung: Also ist es nachts – bis auf die wenigen Lagerfeuer – stockdunkel auf den Plätzen.

Es gibt die „First-Come First-Served“ Campgrounds, wo man sich auch nicht anmelden *kann* und die anmeldepflichtigen Plätze, die meist übers Internet gebucht werden. Bei den „First-Come First-Served“ Sites sollte man immer ein paar Scheine dabei haben, welche man in einen Umschlag packen muss, der dann anschließend in einen Briefkasten geworfen wird. Wir haben dabei immer 10 bis 15 Dollar bezahlt. Die zwei anmeldepflichtigen Plätze, welche wir im Yosemite- und Yellowstone-Nationalpark bereits vorab gebucht hatten, kosteten mit 26 bzw. 33 Dollar etwas mehr.

Das RV-Fahren …

… war meist recht entspannt, weil man sich hier im Allgemeinen sehr diszipliniert im Verkehr verhält. Mike hatte wohl den größten Stress, weil er sowohl bei der Hin- als auch Rückfahrt durch den Großraum San Francisco fahren musste.

Immer wieder mal haben wir uns bei den vielen Lanes falsch eingeordnet …

… und auch der Spurwechsel war mit dem langen Gefährt anfangs etwas ungewohnt.

Unser 25-27 Fuß Outlook hat uns alles in allem wirklich gute Dienste geleistet, …

… auch wenn er immer wieder mal …

… etwas „rumgezickt“ hat:

Trotz der Ausmaße des Wohnmobils haben wir eigentlich fast immer einen halbwegs passenden Parkplatz gefunden, auch wenn es im Yosemite Valley dann tatsächlich etwas knapp zuging:

Auch unseren „Skill“ beim Einweisen konnten wir wieder etwas auffrischen, weil man schon ein besseres Gefühl hat, wenn beim Rückwärtsfahren jemand draußen aufpasst.

Navigiert haben wir immer mit Google Maps, …

… wobei ich Offline-Karten für die Nationalparks bereits in Deutschland heruntergeladen hatte.

Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase hat uns das Autofahren mit dem großen Gefährt dann durchaus Spaß gemacht!

Hier übrigens noch ein kurzes „Howto operate an Outlook RV“ Video: https://youtu.be/IPlRn9r-epU

Der Handyempfang …

… war abseits der großen Straßen oft sehr schlecht, weshalb die Google Offline-Karten dann sehr hilfreich waren.

Ich werde wohl nie vergessen, wie Mike spätabends wegen schlechter Verbindung fast eine Stunde gebraucht hat, bis unseren Stellplatz gebucht war:

Die Tierwelt …

… hat uns immer wieder mal erfreut: Streifenhörnchen haben sich am meisten blicken lassen, …

… wobei uns sicher das auf Touristen spezialisierte Exemplar auf dem Avalanche Peak besonders in Erinnerung bleiben wird:

Als weitere Nager sieht man immer wieder Eichhörnchen in verschiedenen Farben:

Ab und zu haben wir auch Rehe gesehen, …

… ebenfalls mit unterschiedlichen Färbungen:

Bei der Vogelwelt dominierten große Raben, …

… und die kleineren, ebenfalls schwarz schillernden Purpurstärlinge:

Von den Wasservögeln haben sich Kanadagänse …

… und die seltenen Trompetenschwäne gezeigt:

Die Heuschrecken-Fraktion (?) war bei den Insekten vorherrschend …

… und ein oder zwei Mal durften wir einen Schmetterling sehen:

Auch die Reptilien haben sich uns nur selten gezeigt, …

… aber die Schlange im Yosemite Valley hat dann wieder so einiges wettgemacht:

Das absolute Highlight waren die Bisonherden im Yellowstone-Nationalpark, …

… auch wenn es jeweils „nur“ so um die 50 Tiere waren:

Leider sind uns keine Bären, Wölfe oder Berglöwen über den Weg gelaufen 🙁

Auch Nutztiere …

… haben sich unterwegs von Zeit zu Zeit blicken lassen: Zum Beispiel Pferde, …

… Schafe, …

… oder immer wieder auch mal ein paar Rinder:

Die Pflanzenwelt …

… hat sich passend zur Jahreszeit sehr farbenfroh …

… präsentiert:

Blumen haben wir nur sehr selten gesehen, …

… genauso wie die unvergesslichen Riesenmammutbäume:

Die Transformers …

… haben sich uns auch immer wieder mal gezeigt, wenn auch nur im Fahrzeugmodus – hier nochmal ein Bild der extrem hübschen Freundin von Optimus Prime:

Die Landschaft …

… war vielleicht das Beeindruckendste von Allem: Wir fuhren durch unendlich weite Wüsten, …

… wanderten durch liebliche Wiesen, …

… an wunderschönen Flüssen vorbei, …

… waren fasziniert von fremdartigen Strukturen …

… und heftigen Kontrasten:

Wir sahen tiefe Schluchten …

… und gewaltige – unglaublich glatte – Granitfelsen:

Bei all dieser Pracht könnte man fast ein bisschen neidisch auf unsere amerikanischen Kollegen werden 😉

Das Essen …

… beim Frühstück war eigentlich immer gleich: Toast, …

… Honig, Käse, Pudding und Instantkaffee:

An die Peanut Butter haben wir uns irgendwie nie herangetraut, aber zumindest die Froot Loops wurden wenigstens einmal – statt der uns bekannten Kellogs Smacks – konsumiert:

Zum Abendessen bereitete unser Chefkoch Mike dann immer extrem leckere Pasta zu:

Auswärts gab es wohlschmeckende Burger, …

… zur Abwechslung auch mal mexikanische Gerichte, …

… oder – typisch amerikanisch – zum Frühstück Steaks mit Kartoffelpüree bei Denny’s:

Außerdem haben wir den guten sonnenverwöhnten kalifornischen Wein sehr lieb gewonnen:

Selbst das viel geschmähte amerikanische Bier war aus unserer Sicht durchaus trinkbar: Der erste Einkauf hat zwar tatsächlich etwas dünn geschmeckt, aber das „Rolling Rock“ …

… war dann beinahe so lecker, wie unsere guten deutschen Biere.

Die Sprache …

… war für uns meist kein Problem, weil wir beide ganz gut Englisch sprechen. Nur bei unseren Nachbarn aus San Francisco bin ich an meine persönlichen Grenzen bezüglich Mustererkennung gestoßen. Auch das Buchstabieren unserer Namen bei Reservierungen mit dem Handy hat nicht immer ganz fehlerfrei funktioniert.

Schließlich haben wir mit „Hose“ (für Schlauch) noch mindestens ein neues Wort gelernt 🙂

Die US-Flagge …

… habe ich dieses Mal nicht mehr so oft gesehen:

Das hatte ich von meinen letzten USA Reisen irgendwie anders in Erinnerung.

Die Menschen …

… in den USA sind sehr freundlich und zugänglich: Für so einen Trip ist das optimal, weil man mit jedem super schnell ins Gespräch kommt.

Die vielen kleinen Begegnungen waren für mich persönlich auch ein absolutes Highlight der Tour: Zum Beispiel unser Gespräch mit den zwei Cowboys aus Elko, …

… mein kurzer Kontakt mit der liebenswürdigen Segway Frau, …

… oder mein Plausch mit dem Trucker Richard, der sogar mal in Ulm gedient hat:

Und natürlich nicht zu vergessen, …

… die vielen Gespräche mit meinem alten deutschen Freund Mike!

Für mich …

… hat sich die Reise auf alle Fälle gelohnt – ich habe viele neue Erfahrungen machen dürfen und kenne nun auch Mike wieder etwas besser:

Ich weiß jetzt zum Beispiel endlich, dass er im Grunde eher auf matschige „Moonshots“ steht – aber nach einigem Nachdenken bin ich mittlerweile fast überzeugt davon, dass er da total falsch liegt.

Deshalb vielleicht als Kompromiss – hier das letzte (etwas aufgehübschte) Bild aus den USA, …

… das möglicherweise nicht unbedingt matschig, aber dafür einfach nur schön aussieht.

Wer Lust hat, unsere Reise noch einmal von Anfang an mitzuerleben – hier geht’s zum ersten Teil des „Zwei Mikes in USA“ Blogs: http://www.holzheu.de/zwei-mikes-in-usa-teil-1

Liebe Grüße

Michael Holzheu

Und hier zum Abschluss das gut zweistündige Video von der kompletten Tour: https://youtu.be/uLA-2JAbHQo




Zwei Mikes in USA – Teil 15: Last ride to San Francisco

Heute ist Dienstag, der 25. September: Nachdem wir gestern unseren allerletzten Ausflug hatten, wollen wir heute wieder zurück nach San Francisco.

Am Ende des Tages werden wir folgenden Weg hinter uns gelassen haben:

Der Wecker klingelt ziemlich früh und schon um kurz nach sieben sind wir bereit zur letzten Fahrt mit unserem RV:

Kurz darauf passieren wir den Ostausgang des Yosemite-Nationalparks …

… und unterwegs mache ich noch ein Bild vom Bruder des Optimus Prime:

Wir passieren ein Wienerschnitzel-Restaurant, …

… ein paar Windräder …

… und kurz vor Oakland auch noch eine Stadt namens Dublin:

Wegen der vielen Autos und der für uns immer wieder verwirrenden Ausschilderung der Abbiegespuren, …

… drehen wir noch ein paar Ehrenrunden, …

… bevor wir dann schließlich die letzte Dumpstation erreichen, welche uns von Apollo empfohlen wurde. Dort kann ich dann wenigstens noch einmal meine Drohne zum Einsatz bringen:

Dafür ist der Preis mit 20 Dollar aber auch ganz schön gesalzen:

Schließlich füllen wir noch den Tank auf das Abholniveau auf …

… und liefern dann das Motorhome bei der Firma Apollo wieder ab. Dort wird noch meine – mittlerweile recht umfangreiche Mängelliste – durchgearbeitet und der letzte Papierkram erledigt:

Danach buchen wir für horrende 208 Dollar ein Hotelzimmer für heute Abend …

… und lassen uns von einem Uber …

… über die San Francisco-Oakland Bay Bridge …

… zu der Unterkunft kutschieren:

Dort erfahren wir den Grund für die extremen Zimmerpreise heute – angeblich ist eine große Konferenz in der Stadt.

Anschließend checken wir schon mal online für den morgigen Flug ein …

… und machen uns dann für den letzten Abend besonders schick:

Ausgerechnet in der Nähe dieser protzigen Wasseranschlüsse …

… treffen wir auf Stefan, der hier betteln geht:

Er hat auf einer Garcia-class Fregatte gedient und zog sich dort eine üble Beinverletzung zu. Angeblich bezahlt die Navy zwar die Medikamente, aber Geld für die notwendige Operation scheint es nicht zu geben.

Nach einem längeren Gespräch gehen Mike und ich dann weiter Richtung Hafen, …

… wo wir immerhin noch diesen künstlichen …

… Bären sehen dürfen:

Ist doch besser als nichts! Auf dieser Tour ist uns ja leider ein echter Bär verwehrt geblieben 🙁

Anschließend schlendern wir am Wasser entlang, …

… sehen noch zwei sehr hübsche …

… Straßenbahnen …

… und erreichen mit dem Pier 23 Cafe endlich ein Restaurant, das auch draußen Plätze anbietet. Wir essen ziemlich scharf mit schönem Blick auf die Ruby Princess, …

… wo mit der Red Ensign die Handelsflagge des Vereinigten Königreichs gehisst ist:

Nachdem es mittlerweile ziemlich frisch geworden ist, gehen wir nach drinnen, wo gerade eine Band zu spielen anfängt – dürfen wir vorstellen:

Vorne links „Rudy the Guitar“, im Hintergrund „David“ and „The Butterflyer“ an der Percussion …

… und vorne rechts, der junge „Kerry“ an der zweiten Gitarre:

Mike und ich sind wirklich beeindruckt von dem genialen Auftritt und trinken entspannt noch das eine oder andere Bier:

Durch die perfekte Darbietung der Band beschwingt, schaffe ich es dann tatsächlich noch, zwei Frauen auf die Tanzfläche zu bekommen: Eine der beiden ist die Schülerin von Kerry und bereits 72 Jahre alt. Sie sieht aber noch aus wie Ende 40 – offensichtlich wieder mal eine Laune der Natur.

Apropos Frauen: Hier hängt ein Bild mit neun – nur wenig bedeckten – Damen (und einem Mann in der Mitte) an der Wand:

Auch die rückseitige Ansicht der Szene kann in der Bar auf Postkarten und T-Shirts betrachtet werden: Ich mache eine spontane Umfrage, welche der Frauen nun den hübschesten Po hat und interessanterweise tippen beide Probanden auf genau den gleichen, welchen auch ich als Nummer Eins gewählt hätte 🙂

Am Ende hängen wir noch ein bisschen mit den Barkeepern ab …

… und verlassen dann so gegen zehn Uhr sehr zufrieden die Lokation:

Mike fährt daraufhin ins Hotel zurück und ich erkunde zusammen mit unserem freundlichen Guide „Giovanni“ …

… noch ein wenig das späte Nachtleben von San Francisco – morgen früh geht es ja dann leider schon wieder zurück nach Hause!

Etwas wehmütige Grüße

Der kleine und der große Mike

PS: Irgendwie hatte ich heute wohl keine Lust mehr, Videos zu drehen – also diesmal kein Film zum Tag!




Zwei Mikes in USA – Teil 14: Farewell in Yosemite Valley

Heute ist Montag, der 24. September: Nachdem wir gestern den North Dome bestiegen haben, wollen wir uns heute in das berühmte Yosemite Valley begeben.

Am Ende des Tages werden wir folgenden Weg hinter uns gelassen haben:

Zum ersten Mal sehen wir den Stellplatz nicht zum ersten Mal am ersten Morgen bei Tageslicht …

… oehm, war das jetzt richtig formuliert?

Was ich aber dann im Supermarkt nebenan (fast) sicher zum ersten Mal in meinem Leben sehe, …

… ist Wein in Dosen!

Unser weißer RV passt (zumindest farblich) perfekt in die Parklücke vor dem Laden:

Dann geht es zum Tuolumne Grove Trail, …

… wo am Eingang schon mal eindrucksvoll …

… die potenziell möglichen Erfahrungen …

… eines Riesenmammutbaums in seiner Lebenszeit aufgezeigt werden:

Aber ich nehme mal an, dass dieses Exemplar nicht viel davon mitbekommen hat 🙂

Hier wird auf die Unterschiede von Riesenmammutbäumen und Küstenmammutbäumen eingegangen, …

… wobei wir aufgrund unserer Planänderung nun leider Letztere nicht sehen werden.

Wie im Sequoia-Nationalpark, gibt es auch hier Mammutbäume, die deutlich sichtbare Narben vom Kampf mit dem Feuer aufweisen.

Dann sehen wir einen Schmetterling, der sich farblich gut in die Komposition mit den Waldfrüchten am Boden integriert …

… und durch die Baumwipfel dringt auch immer wieder mal die Sonne:

Dann geht es zum Tuolumne Grove, …

… wo sich dann auch gleich ein besonders großer Geselle zeigt, …

… der ebenfalls eine Verwundung aufweist, …

… wenn vielleicht diesmal nicht unbedingt durch Brand ausgelöst:

Auch mit ihren Nadeln machen die Giganten sowohl im Old School Hochkant- …

… als auch im aktuell üblicheren Querformat eine gute Figur …

… und im Gegenlicht zur Sonne sehen die alten Herren einfach nur genial aus:

Versucht vielleicht dieses graue Eichhörnchen beleidigt vor meiner Linse zu fliehen, …

… weil es auf diesem Bild …

… einfach vergessen wurde?

Dieses braune Exemplar ist da wohl nicht ganz so nachtragend …

… und lässt sich gerne von mir über eine beachtliche lange Zeit filmen:

Und hier wieder mal ein unbekannter Vertreter der fliegenden Fraktion:

Wir erreichen einen riesigen umgestürzten Sequoia, …

… wo nochmal explizit auf das Paradoxon der kleinen Zapfen hingewiesen wird:

Und hier noch ein Exemplar vom Papa – zur Verdeutlichung der Ausmaße diesmal mit Referenz-Michael:

Auch das Wurzelwerk der Riesen ist beachtlich groß:

An der Stelle noch das „Wurzel-Video“ (5:22) vom letzen Jahr: https://youtu.be/W-L2XmQWtZc#t=5m22s

Der nächste Baum ist hohl …

… und bietet die Möglichkeit für nicht ganz alltägliche …

… Portraits:

Hier der kleine originale Zapfen eines Sequoias …

… und hier die anderen großen Dinger, die – aus mir noch unerfindlichen Gründen – ebenfalls zahlreich unter den Giganten herumliegen:

Und nochmal der Referenz-Michael vor dem Tunnel-Sequoia:

Wieder zurück am Parkplatz, entdecken wir einen neuen Bundesstaat – wenn auch diesmal aufgrund der Lichtverhältnisse ein wenig schwer zu entziffern:

Als zweiten Programmpunkt für heute haben wir uns den Mirror Lake vorgenommen, der im Yosemite Valley liegt.

Die Fahrt dorthin gestaltet sich bereits recht abwechslungsreich …

… und irgendwann taucht ein alter Bekannter am Horizont auf:

Unterwegs wundern wir uns über einen Holztransporter, …

… weil wir eigentlich angenommen hatten, dass in dem Urwald kein menschlicher Eingriff erlaubt ist.

Hier im Tal ist so viel Betrieb, …

… dass ich im Auto auf einem halb-illegalen Parkplatz warte, …

… während Mike netterweise für mich ein Bild vom Fluss macht:

Am Wegesrand liegen komische Holzstapel herum, …

… was uns erneut an unserer „Der-Mensch-darf-nicht-eingreifen“ Annahme zweifeln lässt.

Weil unser Campingplatz keinen Support hat, müssen wir heute erst noch an einer anderen Station Dumpen, …

… wobei hier der Abfluss einen *besonders* hübschen Deckel hat:

Frischwasser wird diesmal über eine etwas schlangenartige …

… Leitung zugeführt …

… und auch unser Abwasserschlauch hat sich offensichtlich von dem Look irgendwie inspirieren lassen:

Wir haben bereits zuvor *ewig erfolglos* nach einem geeigneten Parkplatz für unser großes Gefährt gesucht. Auf allen Schildern stand nur „_not_ for RVs“ und wir hatten wirklich inständig gehofft, ein Schild mit „_for_ RVs“ zu finden. Schließlich habe ich einen „halbwegs“ passenden Platz gefunden und wollte schon „Victory“ verkünden, als uns dann ein – für US-Verhältnisse – ziemlich verärgerter Mann belehrt, dass „da drüben“ doch ein „richtiger“ RV Parkplatz sei. Als wir seinen Anweisungen folgen, finden wir aber auch dort nichts.

Schließlich parke ich – an andere Stelle – extrem auf Kante …

… und bekomme für meine tolle Maßarbeit anschließend einen fetten Rüffel vom einweisenden Mike 🙂

An dieser Stelle will ich auch noch unsere Leidensgenossen von der Dumpstation zitieren, die es US-typisch sehr diplomatisch ausdrückten: „This place is not very RV friendly“

Nachdem wir also die notwendigen Voraussetzungen geschaffen haben, geht es los zum Mirror Lake:

Gleich am Anfang sehe ich wieder ein Reptil …

… sowie das interessante Werk eines Spinnenwesens:

Auf dem Weg zum See …

… findet Mike dann tatsächlich noch …

… eine echte Schlange:

Neben dem Pfad verläuft ein kleiner Fluss, …

… dessen rote Färbung …

… zusammen mit diesem goldenen Blatt …

… oder auch den grauen Steinen und dem grünen Gras …

… einfach nur toll aussieht.

Auf ein paar Steinen …

… tummelt sich dann – mal wieder – ein irgendwie *besonders* geformtes Eichhörnchen (?) …

… und Mike findet ein ebenfalls etwas mysteriös aussehendes Gebilde:

Wir passieren weitere schöne Stellen …

… und erreichen schließlich ….

… unser Ziel, den …

… Mirror Lake, der – wie schon von der Rangerin angekündigt – aufgrund von Wassermangel nicht mehr ganz so schön spiegelt:

Trotzdem ist es irgenwie schön für uns, weil wir von hier aus den North Dome, den Indian Rock, …

… und den Half Dome sehen können – diesmal alle von unten:

Als ich diesen Stein mit Rampe sehe, …

… kann ich irgenwie nicht anders, als der offensichtlichen Einladung zu folgen …

… und Mike tut es mir gleich, …

… um noch von Robert ein schönes Erinnerungsbild schießen zu lassen:

Wir hatten ihn kurz zuvor kennengelernt: Er kommt aus Texas und hat uns netterweise geholfen, die Berge um uns herum zu identifizieren – insbesondere sehr praktisch, weil ich die US-Daten für meine Peakfinder App aufgrund von Verbindungsproblemen nicht herunterladen konnte.

Auf dem Rückweg treffen wir noch auf ein nettes Paar, das ich wegen der Leihräder anspreche, die es hier offensichtlich für die Touristen gibt:

Die Frau erinnert mich zudem sehr stark an eine Bekanntschaft namens Maria, die ich vor einiger Zeit mal treffen durfte – viele Grüße an dieser Stelle, sollte sie diesen Blog lesen 😉

Weil Mike noch Geschenke für seine Familie einkaufen will, besuchen wir am Ende der Tour den Souvenirladen im Yosemite Village …

… und anschließend schauen wir schon mal vorab, wie lange die Fahrt morgen wohl dauern wird, weil wir ja bereits um 11:00 unseren RV abgeben müssen:

Dann verabschieden wir uns …

… und fahren noch durch …

… nette Tunnels:

Kurz bevor die Sonne ganz untergeht, …

… erreichen wir unseren Campingplatz ….

… und gönnen uns noch einen Schluck vom guten kalifornischen Wein, …

… dessen Logo mit El Capitan sich wirklich gut in Kombination mit den bunten Froot Loops macht:

Letzte Grüße aus dem Yosemite-Nationalpark

Der kleine und der große Mike

Und hier, wie immer der Film zum Tag: https://youtu.be/3jYsuxE3Kxk