Wilde Zeiten im Hunsrück

Ich bin seit ein paar Monaten am überlegen, ob ich vielleicht einen zum Verkauf stehenden Campingplatz im Hunsrück erwerben sollte. Dadurch würde ich gleich ein Paar Fliegen mit einer Klappe schlagen: Ich könnte etwas Geld anlegen, würde wahrscheinlich ein Menge Neues dazu lernen und hätte durch die Mitarbeiter und Dauercamper auch gleich automatisch so etwas wie eine neue Gemeinschaft. Außerdem könnte ich vielleicht ein paar Ideen verwirklich, wie zum Beispiel Informatik-Unterricht in einer sehr entspannten schönen Umgebung.

Aber so ganz im Alleingang will ich das Projekt nun auch nicht durchziehen und deswegen habe ich bereits ein paar alte Bekannte gefragt, ob sie nicht vielleicht Lust haben, mitzumachen – leider bisher ohne durchschlagenden Erfolg.

Nun hat sich vor kurzem eine neue Option aufgetan:

Ein junges Pärchen würde gerne den Platz mit einem eigenen Konzept übernehmen und sucht noch Geldgeber dafür. Deshalb mache ich mich mal wieder mit dem VW-Bus auf, um auszuloten, ob das für mich eine gangbare Option wäre. Außerdem bin ich auch froh, mal wieder aus Tübingen herauszukommen, weil mich mein Umfeld dort gerade ziemlich stresst. Noch bei der Anfahrt bin so unkonzentriert, dass ich beim ersten Eigenbild den Daumen vor der Linse lasse …

… und dann im Hunsrück angekommen, …

… auch noch das falsche Ziel anfahre, Menno:

Zu allem Überfluss läuft das Treffen mit den jungen Leuten und dem Eigentümer dann nicht besonders harmonisch ab und der angebotene Digestif Essig zur Verdauung will mir auch nicht so recht schmecken:

Das Meeting hat mich ziemlich ausgelaugt: Deshalb verabschiede ich mich und teile der Truppe mit, dass ich mich morgen wieder melden werde. Um etwas Distanz zu gewinnen und abzuschalten, fahre danach einfach etwas durch die Gegend und komme über Kirchberg …

… nach Zell an die Mosel:

Von dort geht es wieder ein Stück des Wegs zurück und zur Wiederherstellung der körperlichen Fahrtüchtigkeit will ich dann auf einem Parkplatz mit schöner Aussicht übernachten, wo die Blütenblätter gerade sehr romantisch an meinem Fenster vorbeischweben:

Ein paar Kinder, die meinen Camper entdeckt haben, fragen, ob ich jetzt für immer da bleiben wolle und beim Anblick dieser tollen Landschaft neige ich fast dazu die Frage mit „Ja“ zu beantworten:

Aber bevor ich mich hier in den realen Clan der Hunsrücker integriere, setzte ich mich am nächsten Morgen …

… erst einmal ordentlich für meinen virtuellen Clan der Nordfriesländer ein, dem ich seit ein paar Monaten angehöre:

Mittlerweile habe ich mich entschieden, das junge Pärchen vom Campingplatz nicht in meinen Hunsrücker-Clan zu integrieren. Also fahre ich zurück und teile ihnen meinen Entschluss mit. Nun bleibt mir noch die Option, alleine den Campingplatz zu betreiben. Sollte sich das realisieren, will ich aber nicht dort leben, sondern irgendwo in der Nähe in einem hübschen Haus mit Aussicht.

Nun folgen rund zweieinhalb Wochen, wo ich nach einem passenden Platz dafür suche und danach auch noch die etwas weitere Umgebung des Hunsrücks erkunde. Dabei komme ich durch das Mittelrheingebiet, die Osteifel, das Moseltal und das Saar-Nahe Bergland:

Hier noch ein Teil der politischen Karte von Rheinland-Pfalz mit den Landkreisen und dazugehörigen Autokennzeichen:

Und hier noch eine lokale Ansicht von der Gegend, auf die ich mich besonders konzentriert habe:

Im Verlauf der Geschichte werden folgende Orte (Einwohnerzahl Stand Wikipedia 20.6.2021) eine gewisse Rolle spielen:

Weil der Blog diesmal sehr lang geworden ist, habe ich ihn in sechs Kapitel unterteilt:

  1. Suche einen Bauplatz
  2. Rundreise
  3. Warten auf Rückmeldung
  4. Besuch der „Dame vom See“
  5. Die Hahnenbachtaltour
  6. Letzte Infos und wieder zurück

Suche einen Bauplatz

Der Eigentümer vom Campingplatz hat mir zum Abschied noch den Tipp gegeben, dass auch der Platz im nahegelegenen Hahnenbach zum Verkauf stehe. Also fahre ich spontan dort hin und wundere mich gleich etwas über den Namen, welchen ich hier im Hunsrück eher nicht erwartet hätte:

Das Gelände ist zwar aktuell geschlossen, …

… aber ich entdecke drei junge Erwachsene, die gerade vor ihren Wohnmobilen stehen: Ich spreche sie an und erfahre, dass zwei davon die neuen Eigentümer des Platzes sind: Sie sind Bruder und Schwester, kommen aus der Stadt und wollen jetzt zurück zur Natur. Die Frau meint, „Wenn Veränderung, dann die maximal Mögliche“.

Weil sie mir noch das Schloss Wartenstein, der schönen Aussicht wegen, empfohlen hat, fahre ich anschließend „auf eigene Gefahr“ den überraschend schlecht präparierten Waldweg dorthin hinauf, bis ich etwas oberhalb dann einen etwas versteckten, aber dafür sehr schön gestalteten neuen Walderlebnis-Spielplatz erreiche:

Auf einem Schild in der Nähe wird noch erklärt, dass den Kommunen der Verbandsgemeinde Kirner Land der Großteil des Waldes hier gehört:

Ich laufe zum Schloss, bewundere die versprochene schöne Aussicht …

… und wandere dann wieder hinunter nach Hahnenbach:

Dort sehe ich vor einem Haus zwei Männer sitzen, welche sich gerade angeregt unterhalten. Ich geselle mich zu ihnen und frage, wie das Leben hier so sei. Sie erwidern, dass man es schon aushalten könne. Einer der beiden kommt aus der Türkei, lebt aber schon seit Jahrzehnten in Deutschland.

Er klagt mir sein Leid, welches er mit seinen Frauen hier erlebt hat. Er habe sich für sie halb tot gearbeitet und als es nicht mehr ging, wurde er einfach weggeworfen. Außerdem erfahre ich noch, dass er im Grunde mit der Menschheit abgeschlossen hat und es sein langgehegter Traum sei, in einem einsamen Haus im Tal, genau auf dem Campingplatz, den ich gerade kaufen will, ganz alleine zu leben. Na was für ein Zufall!

Wir unterhalten uns fast eine ganze Stunde lang und dann mache ich mich wieder auf den Weg nach oben:

Am nächsten Tag geht es nach Herrstein, wo ich auf einem Wohnmobil-Stellplatz an einer Entsorgungsstation auch kostenlos Frischwasser nachtanken kann. An den Stellplätzen wird für wenig Geld auch Strom angeboten …

… und Toilettenhäusschen gibt es auch:

Alles in allem sicher eine günstige Alternative zum herkömmlichen Campingplatz. Ich bleibe noch etwas und mache mich auf zum historischen Ortskern, …

… wo Werkzeuge für mittelalterliche Ehrenstrafen ausgestellt sind: Männer werden für Unsittlichkeit und Trunkenheit an den Pranger gekettet …

… und zänkisches Weibsvolk wird mit dem Doppelschandkragen zur Aussöhnung aneinander gebunden:

Die französische Grenze ist nur gut 80 km von hier entfernt, weshalb Herrstein dann wohl auch gleich mehrfach von unseren heutigen Freunden im Westen angegriffen wurde:

Ich wandere noch ein wenig in der Umgebung herum und kreuze verschiedene Wege, wie zum Beispiel den kurzen Mittelalterpfad oder den, mit 137 Kilometern, recht langen Hildegard-von-Bingen-Pilgerwanderweg:

Man kann hier offensichtlich in vielen Richtungen durch die sehr natürlich wirkenden Mischwälder wandeln:

An einem Abzweig sehe ich ein paar Ferienhäuser, …

… welche auch mit einer ganz passablen Aussicht aufwarten können:

Und wem das irgendwie zu langweilig ist, kann hier als Alternative auch „Ferien auf dem Bauernhof“ erleben:

Der heute extrem starke Wind bewegt das Gras der saftigen Wiesen wie Wellen auf dem Meer, …

… was mich wieder an ein Erlebnis mit dem „großen Mike“ im amerikanischen Yellowstone-Nationalpark erinnert. Weil es anschließend dann ziemlich stark schüttet, muss ich, wieder im Bus angekommen, …

… erst mal meine Hose an der Standheizung trocknen:

Weil heute Abend noch Theoriestunde für den Traktorführerschein ist, fahre ich auf der Suche nach öffentlichem Internet zu McDonalds, wo ich zwar leider kein WLAN, aber dafür einen guten Kaffee bekomme:

Weil auch Google mir keinen Zugang zum Internet im näheren Umkreis anzeigt, installiere ich kurzerhand auf dem Handy die WiFi Finder App, welche dann das nahgelegene Globus Restaurant neben dem gleichnamigen Baumarkt empfiehlt:

Tatsächlich erreiche ich dann auch den Hotspot vom VW-Bus aus. Die Übertragungsraten erreichen zwar nicht ganz die Werte, die mir die App genannt hat, aber es sollte für das Zoom-Meeting trotzdem halbwegs ausreichen. In den Nutzungsbedingungen steht, dass für *Kunden* der Service kostenlos ist. Weil ich noch etwas Zeit habe, werde ich also kurzerhand zu einem und eine neue Thermoskanne wollte ich ja eh schon lange mal kaufen. Dann geht’s in „meidas res“ der modernen Traktortechnik …

… und ganz im Sinne von „don’t drink and drive“ gesellt sich zu meinem McCafe auch noch ein leckeres alkoholfreies Hunsrücker-Hefeweizen:

Mitten in der Sitzung muss ich dann aber dann doch auf mobile Daten umstellen, als das WLAN nach Ladenschließung plötzlich abgeschaltet wird. Nach der Schulung geht es schließlich auf sehr schmalen Straßen zu meinem Nachtquartier, …

… wo ich mich vor dem Einschlafen natürlich erst noch etwas um meinen Nordfriesen-Clan kümmern muss:

Am nächsten Morgen gibt es dann zum Frühstück …

… mehrere Tassen Kaffee mit heißgehaltenem Wasser aus der hübschen neuen Thermoskanne:

Das ganze wird begleitet mit Musik und Informationen vom Radiosender „SWR1 Rheinland-Pfalz“, der über das Autoradio abgespielt wird:

Ich ärgere mich, weil das Ding nach 30 Minuten immer automatisch abschaltet und erfahre dann im Internet, dass Kollegen mit „moderneren“ Bussen sogar alle 15 Minuten zum Wieder-Einschalten nach vorne robben müssen.

Beim Durchgehen der Web-Nachrichten lese ich noch mit Interesse, dass meine alte Firma IBM jetzt wohl tatsächlich die Zwei-Nanometer Technologie entwickelt hat, wo dann die Strukturen nur noch ein paar Atome breit sind. Ich zweifle etwas, ob das noch zuverlässig sein kann oder ob der Traum von immer weitergehender Miniaturisierung vielleicht doch demnächst platzt, wie diese Blasen hier bei meinem anschließenden Morgenspaziergang:

Am Nachmittag geht es nochmal nach draußen, wo sowohl die Nässe, …

… als auch die dazugehörigen dunklen Wolken zusammen mit den gelben Rapsfeldern für tolle Kontraste sorgen:

Unterwegs meldet sich virtuell plötzlich Oliver vom Zegg über den Facebook Messenger und ich schicke ihm zur Werbung gleich mal ein Bild mit meinen neuesten Eindrücken:

Weil er aber gerade mit einer Frau befasst ist, hat er leider nicht viel Zeit zum quatschen, weshalb ich mich anschließend um so mehr über die Begegnung mit einem Hund freue, der mit seiner jugendlichen Begeisterung dann gleich ein paar reale Spuren auf meiner Kleidung hinterlässt:

Schließlich verbindet meine Peakfinder App dann noch die Reale Welt mit der Virtuellen und informiert mich, dass am Horizont der 745 Meter hohe Idarkopf zu sehen ist:

Täler zeigt die App leider noch nicht an, also muss ich Google Maps bemühen, um herausfinden, dass hier das tiefe Hahnenbachtal vor mir liegt:

Auch die Passagen durch die Wälder sind heute wieder traumhaft schön, …

… ebenso wie dieses Breitblättrigen Knabenkraut …

… und dieser prächtige Obstbaum hier:

Ich setzte mich auf eine Bank und kümmere mich noch etwas um den gerade laufenden Clankrieg, wo es gegen eine wirklich starke Truppe von der kleinen Insel Mayotte geht, …

… die zwar räumlich weit entfernt, im Indischen Ozean liegt, aber wegen der nur einstündigen Zeit Differenz vielleicht jetzt gerade auch eine schöne Abendstimmung zu bieten hat:

Am folgenden Tag beginne ich dann mit meiner Suche nach Bauplätzen: Ein Dauercamper hat mir das letzte mal erzählt, dass es in Bruschied günstige Angebote geben soll:

Hier wäre es auch wirklich sehr nett …

… und es gibt sogar moderne E-Bike Ladestationen, …

… aber leider sind schon alle Plätze vergeben. Auf der weiteren Suche geht es nach Hennweiler, wo es noch bebaubare Flächen im Neubaugebiet gibt, leider aber ohne spektakuläre Aussicht:

Auf der anderen Seite des Dorfes gibt es aber noch ein älteres Baugebiet, wo es dann auch etwas Weite für mich geboten wird:

Ich bin sehr angetan und erkunde deshalb anschießend über längere Zeit das Areal:

Die Eindrücke teile ich gleich live mit meiner „Zweiten Freundin von Nebenan“, die gerade in ihrer Wohnung zu Tübingen weilt:

Außerdem ist das ein guter Test für die hier offensichtlich ausreichend vorhandenen Mobilfunk-Bandbreite. Das Dorf besitzt eine Motocross-Strecke mit Wassertankwagen zum benetzen der Piste, …

… einen Dorfladen, welcher von Montag bis Sonntag jeweils morgens geöffnet hat, …

… einen Blumenladen, insgesamt drei Gaststätten, …

… einen Kindergarten, eine Grundschule und auch die Busverbindungen von und zum Kirner Bahnhof sind ganz akzeptabel:

Was will man eigentlich mehr? Ich lerne meinen neuen potenziellen Nachbarn „Dirk“ kennen, der mich gleich vor den Schwierigkeiten und Baukosten der Hanglage hier warnt:

Dadurch motiviert, will ich das Aushubvolumen für mein zukünftiges Haus mit angenommenen 10×10 Meter Grundfläche berechnen: Ich messe mit der Handywasserwaage die Hangneigung …

… und muss mich dann erst mal wieder mit den trigonometrischen Funktionen vertraut machen. Den Winkel runde ich großzügiger Weise auf 20 Grad auf und für die Hypotenuse wird gnädiger Weise einfach 10 Meter angenommen, womit ich dann also schon mal die Gegenkathete bzw. die Tiefe für den hinteren Aushub berechnen kann:

Am Ende komme ich bei meinen wilden Kalkulationen auf 171 Kubikmeter, was auch halbwegs zu den Informationen im Internet passt. Anschließend fahre ich noch etwas weiter und schaue mir alternative Bauplätze in Kellenbach …

… und Simmertal an:

Aber in Hennweiler gefällt es mir dann doch am besten:

Nach getaner Arbeit habe ich mir dann auch dieses Kirner Weizenbier redlich verdient …

… und zudem werde ich auch noch mit einem farbenfrohen Sonnenuntergang belohnt:

Am nächsten Morgen geht es dann erst mal wieder spazieren, auf mittlerweile schon bekannten Wegen …

… in der wunderschönen Natur hier:

Ich mache einen Abstecher nach Bundenbach, …

… das auf der anderen Seite des Hahnenbachtals liegt und ebenfalls eine sehr sehenswerte Aussicht bietet:

Weiter geht es zur nächsten Ortschaft Rhaunen, wo 2100 Menschen leben …

… und ich bei einer Tankstelle freundlicherweise auch mein Trinkwasser wieder auffüllen darf:

Nachdem ich jetzt so ziemlich jeden verfügbaren Bauplatz in der Gegend abgeklappert habe, entscheide ich mich „endgültig“, der Nachbar von Dirk zu werden:

Deshalb vereinbare ich ein Treffen mit dem Bürgermeister Michael Schmidt, der mich dann gleich mit seinem Allrad-Pickup zum Teufelsfels Aussichtsturm kutschiert, wo ich voller Begeisterung, …

… die unglaublich tolle Fernsicht von hier oben bewundere:

Diese ist sicher nicht zuletzt so schön, weil hier noch keine Windparks angelegt sind, wie zum Beispiel ein paar Kilometer weiter Richtung Kirchberg:

Irgendwie bin ich jetzt froh, endlich etwas für mich gefunden zu haben …

… und auch dadurch motiviert, verfasse ich nun ein Kaufangebot für den Campingplatz, …

… das ich dann auch gleich von meinem hübschen Outdoor-Büro aus absende:

Dann hoffen wir mal, dass meine Offerte auch angenommen wird!

Rundreise

Wenn ich mich hier schon niederlasse, will ich aber auf alle Fälle vorher noch ein wenig mehr von der Gegend sehen: Deshalb mache ich mich zu einer etwas größeren Spritztour auf, wo ich meinen ersten Stopp bei einem mächtigen Bismarckturm einlege:

Dieses spezielle Exemplar wird auch „Tower in Concert“ genannt, weil hier wohl immer wieder Open-Air Festivals stattfinden. Außerdem ist die Aussicht von dort mal wieder wirklich umwerfend:

Irgendwo in der Landschaft entdecke ich dann auch noch ein paar Kühe, welche mich an das schöne Allgäu erinnern, aus dem ja meine blutsverwandte Familie ursprünglich stammt:

Nach einem kurzen Boxenstopp beim Griechen, geht die Reise weiter an den Simmersee, wo ich mir dann auf einer Parkbank das leckere Essen schmecken lasse:

Erfreut stelle ich fest, dass es hier für angehende Ornithologen diverse Schulungsmöglichkeiten gibt:

Und auch eine Biberfamilie hat sich offensichtlich am Simmersee angesiedelt:

Meiner Mutter habe ich mittlerweile mitgeteilt, dass ich den Campingplatz jetzt *wirklich* kaufen will und nun macht sie sich ein wenig Sorgen, dass mir das vielleicht über den Kopf wächst:

Am Abend fahre ich noch zum Country Camping Schinderhannes, …

… wo die Windräder sowohl mit Naturgeräuschen, …

… als auch mit Musik diesmal recht stimmungsvoll wirken:

Der nächste Morgen beginnt mal wieder sehr entspannt:

Als ich mir bei der Weiterfahrt einen Eindruck von der Lautstärke der modernen Mühlen verschaffen möchte, …

… entdecke ich einen waghalsigen – oder vielleicht auch lebensmüden – Greifvogel, welcher furchtlos zwischen den Rotorblättern umherfliegt:

Vorbei an anderen, nicht gerade für ihren Mut bekannten Tieren, …

… geht es anschließend weiter, wieder bis zur Mosel, diesmal bei Treis-Karden:

Ein paar Kilometer nordöstlich erreiche ich dann schon in die Eifel nach Münstermaifeld, wo man über den Eifel-Camino bis nach Trier laufen kann:

Das ist mir heute natürlich viel zu weit und ich komme nur bis zur Stiftskirche, die mich besonders mit ihrem imposanten Doppelturm …

… und stimmungsvollen Fensterbildern beeindruckt:

Weiter geht es zur nahegelegenen Burg Eltz aus dem 12. Jahrhundert, …

… welche die Älteren unter uns sicherlich noch vom 500 Mark Schein her kennen, der mich mit seinem martialischem Aussehen bereits als Kind irgendwie fasziniert hat:

Die Anlage liegt märchenhaft in einem Tal, umgeben von üppigen Wäldern:

Nur gut sieben Kilometer weiter erreiche ich den Rundwanderweg um die Burg Pyrmont, die auf einem kleinen Berg thront:

Der Weg hinauf gestaltet sich wieder sehr malerisch …

… und nach gut 30 Minuten erreiche ich schließlich die Festung:

Anschließend fahre ich noch etwas weiter Richtung Trier und genieße dann auf einer einsamen Wiese noch Kirner Bier bei untergehender Sonne:

Dabei bestelle ich im Internet noch den Film „Der Schinderhannes“, den ich dann auch gleich gerne angeschaut hätte. Leider gibt es diesen aber nur ganz „oldshool“ auf DVD, …

… weshalb es dann als Alternative den ersten Teil von „Herr der Ringe“ zu sehen gibt:

Am nächsten Tag finde ich noch heraus, dass ich mich dabei offensichtlich ganz in der Nähe des Fliegerhorsts Büchel befand, …

… in dem wohl tatsächlich noch Atombomben der USA gelagert werden:

Weiter geht’s nach Wittlich, wo beim Verbundskrankenhaus gerade ein hübscher gelber ADAC Hubschrauber parkt, …

… der zufällig die gleiche Farbe, wie der MotorWelt-Stand beim Nettomarkt hat, bei dem ich erfahre, dass Camping jetzt genau das „Richtige“ sei:

Na hoffentlich klappt es dann auch mit dem Kauf! Anschießend erreicht mein virtuelles „Clash of Clans“ Dorf noch das Rathaus-Level 10 …

… und mein VW-Bus die Stadt Trier, wo ich die berühmte Porta Nigra wiedersehe, welche ich das letzte Mal auf unserer Jungs-Mosel-Radtour vor gut 30 Jahren besucht habe:

Ich mache es mir einfach und fahre mit dem Römer-Express, …

… allerdings irgendwie ein bisschen planlos, auf Niederländisch, Deutsch und Englisch, kreuz und quer durch die Stadt:

Weil ich danach wegen Corona in der Kneipe keinen Platz bekomme, …

… setze ich mich mit meiner Flasche Bier in die Fußgängerzone und beobachte das Treiben dort:

Ganz in der Nähe macht ein Mann aus Südostasien selbst-gebogene Draht-Kunstwerke und ich kaufe ihm eines davon ab:

Vor dem Haupteingang des Trierer Doms liegt der sogenannte Domstein, eine etwa vier Meter lange und 65 Tonnen schwere Granitsäule. Einer Legende nach soll der Teufel mit einer List zur Mithilfe beim Bau der Kirche bewogen worden sein. Als der Dom dann schließlich fertig war, merkte er, dass er betrogen wurde und schleuderte den Stein gegen die Mauern:

Mit 30 Tonnen, immerhin halb so schwer, wie das Geschoss vom Dunklen Lord, hängt dann in großer Höhe die gewaltige Schwalbennestorgel des Trierer Doms:

Als ich über den Marktplatz wieder zum Bus zurück schlendere, …

… werde ich bei dieser Werbung fast ein bisschen neidisch auf die Kollegen vom Personenbeförderungsgewerbe:

Egal, in meinem *kleinen* Bus ist jetzt auch ein bisschen „Rock and Roll“ angesagt:

Letzte Station in Trier ist das römische Amphitheater aus dem 2. Jahrhundert, …

… von dem natürlich auch noch ein Selfie nach Tübingen verschickt wird:

Dann fahre wieder zurück Richtung Osten, wo mich am Wegesrand mal wieder die Friedlichkeit der Tiere …

… und die Schönheit der Pflanzenwelt erfreut:

Bei Hermeskeil komme ich an einer Flugausstellung vorbei, …

… wo man zu den Öffnungszeiten in dieser Concorde sogar Kaffee trinken kann:

Als letzten Programmpunkt für heute hatte ich mir noch einen Besuch beim Erbiskopf vorgenommen, welcher mit seinen 816 Metern die höchste Erhebung im Hunsrück darstellt:

Der alte Aussichtsturm ist nicht mehr zugänglich, …

… aber dafür wurde 2011 eine Plattform Namens „Windklang“ errichtet, wo sowohl das Bauwerk selbst, …

… als auch der gigantische Ausblick von dort Richtung Luxemburg wirklich sehr besonders ist:

Außerdem gibt es am Fuße der Sehenswürdigkeit eine Sommerrodelbahn, welche wohl gerade überholt wird:

Auf der Plattform treffe ich anschließend einen offensichtlich sehr gebildeten Mann mit dem ich dann fast eine Stunde lang über Ökologie, Ökonomie, Philosophie, Physik und was weiß ich noch alles diskutiere. Wir lassen fast kein Thema aus und sind uns am Ende einig, dass wir zwar beide überaus kompetent wären, aber irgendwie keine Lust haben, in die Politik zu gehen, um die Welt zu retten.

Also genießen wir eben das Leben auf unserer schönen Erde so lange es noch geht …

… und wahrscheinlich gibt es hier draußen ja sowieso noch irgendwo Aliens, …

… die uns irgendwann mal retten werden. Oder würde das etwa gegen die Oberste Direktive verstoßen? Hmm, vielleicht ist das ja der Grund, warum mir „Enayat“ nicht antwortet, dessen Anfrage „Brono“ ich bisher noch keiner mir bekannten irdischen Sprache zuordnen konnte:

Am nächsten Tag komme ich zufällig an dem Kunstwerk „Zeit-Raum-Zeit“ vom Künstler „Xo Gerd Edinger“ vorbei, das irgendwie auch so aussieht, als wäre es von Außerirdischen in die weite Landschaft hier gestellt worden:

Ein junges Pärchen, das zufällig gerade vorbei kommt, meint noch, dass man sich das aber von einer andern Perspektive aus gesehen, auch als Mammut-Familie vorstellen könnte:

Wie auch immer, jetzt ist mal wieder Zeit für ein Eigenbild …

… und eine Aufnahme von den schönen Naturgeräuschen, die es hier gibt:

Schließlich erreiche ich Idar-Oberstein, das besonders für seinen Edelsteinproduktion bekannt ist:

Später erfahre ich, dass wohl auch Frau Merkel hier ihren Schmuck einkauft, der wohl um einiges günstiger sein soll, als anderswo. Ebenfalls recht preiswert …

… kann man hier am vollautomatischen Wohnmobilstellplatz übernachten, …

… der auch noch recht nett gelegen ist:

Hmm, ob sowas wohl am Ende eine ernsthafte Konkurrenz für meinen Campingplatz werden wird? Bei der Gelegenheit will ich auch mein Frischwasser wieder auffüllen …

… und merke dabei leider zu spät, dass man dafür einen Wasserschlauch gebraucht hätte:

Manchmal wären eben echte Menschen, die einem noch etwas erklären, vielleicht auch ganz nett, also wieder ein Punkt für die traditionellen Plätze. Auf den Weg in die Innenstadt komme ich an diesem fast antiken Kaugummiautomaten vorbei:

Zuletzt habe ich so etwas als Kind beim unserem Supermarkt „Schretze“ in Zöschingen gesehen. Außerdem nehme ich mit Interesse auch noch die niedrigen Immobilienpreise hier zur Kenntnis:

Der zentrale Platz vom Stadtteil „Idar“ liegt an einem großen belebten Kreisverkehr, …

… wo ich mich beim Mittagessen zu zwei Männern setze, die hier wohnen: Ich erfahre so einiges über die Gegend, zum Beispiel, dass der Kaugummiautomat tatsächlich immer noch in Betrieb ist oder dass es in der Nähe auch noch sehr günstige Bauplätze geben soll. Und wo ich schon mal hier bin, fahre ich da anschließend natürlich gleich mal hin, …

… um die Aussicht zu begutachten:

Ganz am Ende der Tour sehe schließlich noch, dass auch die Gemeinde Hahnenbach gerade neue Grundstücke erschließt:

Trotz der vielen Alternativen, bleibe ich aber bei meinem Vorsatz, mich in Hennweiler niederzulassen.

Warten auf Rückmeldung

Bis das Haus allerdings fertig ist, wird wohl noch einige Zeit ins Land gehen. Als ich wieder bei den Bauplätzen ankomme, mäht gerade jemand mit mit einer Motorsense das Gras. Er will den Schnitt als Futter für seine Pferde verwenden. Als ich ihm von meinen Plänen erzähle, hier sesshaft zu werden, berichtet er von einer Hütte, die ich vielleicht so lange mieten könnte, bis mein Haus bezugsfertig ist. Anschließend fahren wir dann gleich zur Besichtigung:

Vor ein paar Tagen hat mir mein Bekannter Michael Peters, ein Künstler aus Tübingen, mitgeteilt, dass er einen Freund im Buddhistischen Zentrum Obermoschel besuchen will. Obwohl ich mich durch die vielen Begegnungen heute zwar etwas genervt fühle, ringe ich mich trotzdem noch dazu durch, da hinzufahren, weil der Ort nur 40 Minuten mit dem Auto von hier entfernt ist. Als ich dort eintreffe, kommt Michael, wie bestellt, gerade zufällig die Treppe herunter und öffnet mir die Haustüre:

Der Ort ist sehr friedliche und macht mich nach ein paar Minuten irgendwie wieder sanftmütiger. Anschließend verbringen wir mit Michaels Kumpel Hennig und Bert, der hier zum Inventar gehört, einen sehr harmonischen Männerabend. Wir unterhalten uns angeregt über Buddhismus, Informatik und die Welt der Frauen. Zwischendrin halte ich dabei auch noch einen Vortrag über die Funktionsweise von künstlichen neuronalen Netzen. Am Ende gibt mir Bert den Tipp, dass es im Nachbarort einen kostenlosen Wohnmobilstellplatz gibt, wo ich anschließend dann auch die Nacht verbringe:

Weil die Kurstadt Bad Kreuznach nicht weit von hier ist, fahre ich da heute auch noch hin …

… und werde am Ortseingang von diesen, sich offensichtlich liebenden Kollegen, begrüßt:

Meinen California liebe ich gerade etwas weniger, weil sich *mal wieder* ein Plastik-Teil abgelöst hat:

Ich komme an einem merkwürdigen Bauwerk vorbei, das ich zunächst nicht so richtig einordnen kann:

Von ein paar Damen dann werde ich aufgeklärt, dass es sich hier um eine von mehreren Salinen handelt, …

… mit denen aus dem mineralhaltigen Wasser durch Verdunstung kristallines Salz gewonnen wird und dadurch nebenbei auch die Luft des Kurorts fast wie am Meer sehr sein soll:

Ich schlendere noch etwas durch die Stadt …

… und kehre bei einem griechischen Restaurant ein, wo ich beim Essen mit einem Einheimischen wieder eine längere Unterhaltung führe. Als ich ihm berichte, dass ich gerade versuche, auf Alkohol zu verzichten, erfahre ich, dass er selbst Alkoholiker sei und die nächsten Tage mal wieder in die Entzugsklinik muss. Zum Abschied lädt er mich dann auf einem allerletzten Uzo ein und ich wünsche ihm für sein weiteres Leben noch alles Gute:

Wieder in Hennweiler zurück, besuche ich dann Bürgermeister Michael, der mir dann den Bebauungsplan für die Grundstücke zeigt, wobei die roten und braunen Bereiche dann die sogenannten Baufenster wären:

Am Abend entdecke ich auf einem Spaziergang eine seltene Blume, welche ich zuletzt als Jugendlicher in Zöschingen gesehen habe, …

… nämlich das Langblättrige Waldvögelein:

Außerdem laufen mir mal wieder Rehe über den Weg, …

… wo ich mit dem 3-fach Teleobjektiv meiner Handykamera schließlich definitiv an die Grenzen der Physik stoße:

Dann geht im Hunsrück die Sonne mal wieder unter …

… und ich verfolge noch ein wenig die Abenteuer, die Frodo mit seinen Freunden erlebt:

Am nächsten Morgen kommt dann wieder mal die Außendusche zum Einsatz …

… und beim anschließenden Frühstück gibt es leckere Wienerle mit Senf und Gurken:

Weil das meine letzten Würstchen sind, will ich in Kirn noch einkaufen gehen und sehe auf dem Weg dorthin in Bergen zwei Bungalows, die ich als Idee für mein neues Haus mal mitnehme:

In Kirn gibt es ein Einkaufszentrum, wo von Hennweiler aus dann auch die nächste Apotheke wäre:

Nach dem Einkaufen treffe ich zufällig noch Klaus, den Betreiber des Campingplatzes „Papiermühle“, den ich schon bei meinem letzten Besuch bereits kennengelernt hatte. Ich erzähle ihm von meinem Angebot für den anderen Campingplatz und dass wir deshalb vielleicht demnächst Kollegen werden. Er berichtet mir von den Gebäuden seiner alten Mühle, die aktuell leer stehen. Daraus könnte man vielleicht auch noch was machen, wenn das mit meinem Projekt nichts werden sollte. Er lädt mich ein, mir das Gelände irgendwann mal anzuschauen.

Nachdem wir uns verabschiedet haben, schlendere ich noch etwas am Hahnenbach entlang …

… zum Stadtzentrum von Kirn, …

… bis an die Stelle, wo der Bach in den Fluss „Nahe“ fließt:

Kurz davor befindet sich eine Unterführung, wo gerade ein Mädchen mit ihrer Freundin wegen der guten Akustik passenderweise das Lied Shallow (in der Bedeutung flache Gewässer) einübt und mir auch bereitwillig die Erlaubnis zur Veröffentlichung gibt:

Ich sehe einen Eisvogel und ein anderes, mir bisher noch unbekannten Wassertier:

Der Weg zurück geht durch ein optisch recht ansprechendes Fußgängertunnel, …

… und am Parkplatz entdecke ich noch diese, vor der bedrohlichen Gewitterkulisse, visuell nicht minder interessante, Corvette C3:

Ein Geschoss, wo man beim Losfahren auch den gewaltigen Hubraum von über fünf Litern buchstäblich „hören“ kann:

Wirklich wilde Zeiten hier im Hunsrück:

Anschließend besuche ich dann Klaus bei seiner Papiermühle …

… und sehe nach einer kurzen Führung über den Campingplatz, die alte Mühle, welche auch wirklich sehr idyllisch im Grünen liegt, aber noch einiges an Renovierungsarbeit benötigt:

Genauso wie die klapprige Inneneinrichtung meines Californias, welche sich so langsam weiter in ihre Einzelteile auflöst:

Am nächsten Tag besuche ich die Papiermühle erneut, diesmal als zahlender Gast, weil ich dringend Wäsche waschen muss und es Rund um Kirn leider keinen Waschsalon gibt:

Am Nachmittag trifft dann von den Verkäufern *meines* Campingplatzes die Nachricht ein, dass sie mein Angebot nicht annehmen wollen. Als ich dies Klaus berichte, scheint er fast etwas erleichtert zu sein. Auch wenn es mit dem Campingplatz jetzt wohl nichts mehr wird, will ich aber trotzdem an meinem Bauvorhaben hier in der Gegend festhalten.

Besuch der „Dame vom See“

Auch deshalb darauf treffe ich mich Tags darauf dann an der Nahemühle mit meiner „Dame vom See“, die ich dazu bewegen konnte, auf der Rückfahrt von ihrer Nord-Ost Deutschlandreise noch einen kleinen Abstecher über den Hunsrück zu machen:

Wir fahren zusammen nach Hennweiler und als erstes zeige ich ihr dieses aktuell nicht genutzte Anwesen, …

… das wahrscheinlich auch viel Potenzial in sich birgt. Zum Beispiel könnte ich mir gut vorstellen, hier in der schönen Natur, die angedachten Informatikschulungen zu geben. Anschließend besuchen wir natürlich noch die Bauplätze, wo mir Nachbar Dirk schon mal netterweise angezeigt hat, wo dann meine Mähpflicht anfangen würde:

Wir laufen zusammen noch etwas die Umgebung ab …

… und entdecken dieses kreativ gestaltete Baumhaus:

Schließlich kehren wir zum Campingplatz an der Nahe zurück:

Durch das viele Herumgelaufe auf den Wiesen sind meine Socken nass geworden: Als ich diese dann wieder mit der Standheizung trocknen will, werden wir von den Diesel-Abgases belästigt, welche wahrscheinlich über diese Auslässe unter der Schiebetüre herauskommen:

Schließlich verbringen wir noch einen wirklich netten Abend in unserem ganz privaten Wohnmobil-Camp:

Am nächsten Morgen entdecke ich mit diesem Motorradanhänger mal wieder eine neue Variante des Campings:

Hinter dem Zelt steht ein Mercedes Marco Polo, …

… der wie mein California aufgebaut und angeblich ähnlich teuer ist, aber mit seiner Innenausstattung von Westfalia deutlich wertiger aussieht:

Ob das nicht vielleicht die bessere Option gewesen wäre? Was soll‘s, heute will ich meiner Begleitung etwas von der schönen Natur hier zeigen und fahre sie deshalb noch einmal mit dem VW-Bus nach Hennweiler. Wir machen uns auf den Weg zum Teufelsfels …

… und entdecken unterwegs diese mystische Szenerie, welche auch direkt aus „Herr der Ringe“ stammen könnte:

Wieder am Aussichtsturm angekommen, …

… finde ich an einem Baum die Geschichte des Teufels und der Schustersfrau aus Bundenbach, …

… welche mir Bürgermeister Michael letztes Mal bereits erzählt hat. Leider ist die Aussicht wegen des trüben Wetters diesmal nicht ganz so toll, …

… dafür ist dann aber der anschließende Weg …

… durch den feuchten, mit Moos bewachsenen, Mittelwald …

… umso schöner:

Etwas später erzeugt dann der Dunst in den Tälern diese tolle Luftperspektive, die schon wieder fast filmreif ist:

Schließlich geht die Sonne als tiefroter glühender Ball am Horizont unter, was die Handykamera zur Abwechslung mal zu unspektakulär festhält:

Auf dem abschließenden Spaziergang am nächsten Morgen sehen wir dann noch Tiere, zum Beispiel ein Pferd mit Fliegenschutz, …

… oder diesen hübschen Perlmuttfalter:

Wieder bei unseren Autos angekommen, verabschiedet sich meine Begleitung von mir und ich begebe mich auf den „Schönsten Wanderweg Deutschlands 2012“.

Die Hahnenbachtaltour

Dieser Rundweg gehört zu den 111 Traumschleifen rund um den Saar-Hunsrück-Steig:

Gleich am Anfang komme ich bei einem Restaurant vorbei, …

… in dessen angeschlossenem Museum für Fossilien, …

… man neben versteinerten Kopffüßlern, …

… auch die Köpfe vom Schinderhannes …

… und seiner Familie sehen kann:

Danach begebe ich mich auf die gut 9 Kilometer lange Wanderstrecke und komme erst mal an einem „Insektenhotel“ vorbei:

Erneut erspähe ich eine Stelle im Wald, welche mich wieder sehr …

… an eine Szene aus dem „Herr der Ringe“ Epos erinnert:

Unten im malerischen Tal …

… führt dann über den Hahnenbach eine Brücke, …

… welche von einem einzigen großen Douglasien-Stamm getragen wird:

Wieder faszinieren mich die filigranen Strukturen, welche von Wurzeln und …

… Wipfeln der Bäume, …

… verwittertem Gemäuer …

… und herumliegendem Gehölz erschaffen werden:

Die vielen Stieleichen hier …

… bilden zusammen mit ihren anderen Kollegen einen wunderschönen Baldachin über meinem Weg …

… und auch die Felsformationen sind sowohl von außen, als auch von innen sehr ansehnlich:

Ein Teil der Route führt über den Wassererlebnispfad Hahnenbachtal, …

… wo es am Ende bzw. Anfang sogar ein Outdoor-Klassenzimmer gibt:

Dann geht es perspektivisch sehr interessant zur Schmidtburg hinauf, …

… wo sich Eidechsen tummeln …

… und wieder cineastische Kulissen zu sehen sind:

Das Areal ist ziemlich weitläufig und auf den Grünflächen …

… gibt es Zeltplätze für Wanderer, die hier nach der zweiten Etappe vom Soonwaldsteig übernachten können:

Mit einem davon, der diese Tour schon zum zweiten Mal macht, komme ins Gespräch und wieder geht es ziemlich in die Tiefe: Neben vielen anderen Themen der Gesellschaft diskutieren wir die Ungerechtigkeit, die durch das Beziehen von Geld, welches andere erarbeitet haben, entsteht. Beispiele hierfür wären die Ausbeutung von billigen Arbeitern, Hartz IV oder auch große Erbschaften. Immerhin geht dieser hübsche Dalmatiner Junge hier mit guten Beispiel voran und trägt wenigstens *sein* Futter selbst:

 

Hier gäbe es übrigens theoretisch auch die Möglichkeit, ganz modern über Augmented Reality, die Burg zu erkunden:

Dumm nur, dass wie fast überall auf der Tour kein Mobilfunknetz verfügbar ist, weshalb mir der QR-Code dann auch leider nicht viel hilft. Ich laufe weiter durch wunderschöne Natur …

… und komme an einer friedlich grasenden Rinderherde vorbei:

Anschließend geht es, wieder ganz „Herr der Ringe“ mäßig, durch Tunnels …

… und die Schmidtburg zeigt sich mir ein letztes Mal:

Auf den letzten Metern gehe ich noch durch ein natürliches Tunnel, …

… zur heiligen Barbara …

… und dann bin ich auch schon zurück beim Startpunkt der Rundtour:

Morgen habe ich einen Termin bei der Baufirma Schneider, also fahre ich schon mal in die Nähe von Merxheim, …

… wo mir noch eine Nachtigall ein wunderschönes Abend-Ständchen singt:

Letzte Infos und wieder zurück

Am nächsten Tag gehe ich, wie vereinbart zum ersten Beratungsgespräch bezüglich Häuslebau im Hunsrück:

Ich werde gleich von drei Damen empfangen, wovon zwei wohl gerade eingelernt werden. Anschließend erhalte ich eine wirklich kompetente Erstberatung, wie man „Stein auf Stein“ ein schönes KFW-55 Haus mit Ziegeln bauen kann:

Wenn ich jetzt schon ein großes Anwesen baue, sollte ich mir vielleicht noch ein paar Kinder zulegen, …

… um die neue Heimat auch zu beleben und außerdem vielleicht noch meine Kompetenzen, was Erziehung angeht, etwas zu schärfen:

Egal wie, jedenfalls brauche ich nach den vielen Informationen jetzt erst mal eine ordentliche Stärkung, …

… natürlich wieder in der ersten Reihe bei Oberhausen mit herrlicher Aussicht, diesmal auf die Siedlung „Auf dem Loch“ oberhalb von Kirn:

Ich fahre nochmals zu den Bauplätzen und entscheide mich nun „endgültig“ für einen davon:

Irgendwie bin ich jetzt froh darüber, endlich eine Entscheidung getroffen zu haben …

… und recherchiere noch etwas bezüglich der laufenden Kosten für erschlossene Bauplätze, wo unter anderem die Grundsteuer-B fällig wird. Ich vereinbare ein letztes Treffen mit dem Bürgermeister. Auf dem Weg dorthin, muss ich aber unbedingt noch einmal kurz anhalten, um diese wunderschönen Wiese mit Korn- und Mohnblumen virtuell mit nach Tübingen zu nehmen:

Dann bespreche bei Michael auch noch die Option, ein Mikrohaus auf dem Grundstück zu bauen, um möglichst schnell hierher ziehen zu können:

Anschließend mache ich einen letzten Ausflug zum Teufelsfelsen, diesmal über den Schuhmacherpfad …

… und zur Abwechslung mal durch lichten Nadelwald, …

… der offensichtlich auch geerntet wird:

Und vor der Wanderhütte wird noch ein letztes Eigenbild nach Tübingen geschickt:

Bevor es aber endgültig wieder zurück ins Schwabenländle geht, fahre ich noch über eine tolle kurvige Strecke nach Kaiserslautern, …

…. wo ich mir den Campus der Technischen Universität anschauen will:

Wer weiß, vielleicht werde ich hier ja nochmal aktiv und lerne bei der Gelegenheit vielleicht auch endlich, wie man richtig über eine Slackline balanciert:

Die Anlage ist schön eingewachsen …

… und scheint auch noch halbwegs gut in Schuss zu sein:

Außerdem thront hier die magische Zahl vom „Sinn des Lebens“ an höchster Stelle:

Zu allem Überfluss heißt die Pizzeria um die Ecke auch noch „Da Michele“ …

… und diese Figur hier erinnert mich irgendwie an meinen Künstler-Freund Michael:

Vielleicht alles Zeichen, sich hierher zu verbinden, …

… um nochmal was ganz Großes zu erschaffen:

Wer weiß, vielleicht passt die Uni Kaiserslautern ja gut zu meinem neuen Hunsrücker-Clan.

Liebe Grüße wieder aus Tübingen!

Michael Holzheu

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