Rumänien – Teil acht: 25. März 2018

Der Abend gestern war länger als geplant: Deshalb steige ich heute etwas später aus meinem – diesmal besonders schönen – Bett:

Dann verlasse ich Cluj …

… Richtung Baia Mare:

Wäsche wird getrocknet: Entweder im Garten …

… oder auf dem Balkon:

Ich passiere aufwändige Werbung für Pepsi …

… das mir übrigens erstaunlich oft in Bars statt Coca Cola angeboten wurde.

Heute ist Sonntag und mir fallen wieder die vielen Kirchen auf …

… die offensichtlich auch in Benutzung sind:

Ich erreiche schließlich Baia Mare …

… das auf Ungarisch „Nagybánya“ und auf Deutsch „Neustadt“ heißt.

Auf dem Hauptplatz der Stadt finde ich eine Bar, die Tische draußen hat – leider alle besetzt. Netterweise darf ich mich zu ein paar Herren setzen, die mich freundlich begrüßen. Es stellt sich heraus, dass sie für ein Abrissunternehmen arbeiten und hier gerade auf Außeneinsatz sind.

Als ich andeute, dass ich die Gegend erkunden will, bietet sich einer der Männer sofort als Reiseführer an: Er heißt George, spricht als einziger Englisch und übersetzt deshalb für die anderen. Noch einer aus der Truppe schließt sich uns an.

Zunächst zeigen sie mir ihre Baustelle mit den Gerätschaften: Hier die Greifzange …

… hier eine Art Meißel ..

… und schließlich der Bagger wo alles montiert wird:

George zeigt mir ein Video, wo man das ganze mal in Aktion sehen kann: https://youtu.be/sgoG-OgKtUw

Dann starten wir zu einer größeren Rundtour um die Maramureș …

… und fahren durch ein kilometerlanges Dorf mit vielen großen Häusern …

… angeblich Statussymbole, die von ihren Besitzern aber kaum genutzt werden, weil diese im Ausland ihr Geld verdienen.

Wir sehen ein paar ältere Damen …

… die zum Teil noch traditionell weite Röcke tragen:

Ich frage George nach einem geeigneten Platz, um einen Film mit der Drohne zu drehen und er hat eine Idee:

Dann besuchen wir den fröhlichen Friedhof

… mit „lustigen“ blauen Grabtafeln:

Hier das, was nach der Übersetzung von Rumänisch -> Englisch -> Deutsch herausgekommen ist:

Unter diesem schwerem Kreuz liegt meine Schwiegermutter: Wenn sie drei Tage länger gelebt hätte, würde *ich* hier liegen und *sie* würde das lesen. Ihr Leute, die hier vorbeikommt, bitte weckt sie nicht auf, weil, wenn sie heimkommt, wird sie mich zulabern. Deshalb werde ich jetzt heimgehen, weil ich sicher bin, dass sie nicht mehr kommt. Ihr Leute versucht nicht, wie ich zu sein! Sucht euch eine gute Schwiegermutter und habt ein glückliches Leben mit ihr.

Aber auch optisch macht der Platz durchaus was her:

Die moderne Kirche ist innen noch im Bau …

… aber außen fast fertig …

… und sehr farbenfroh verziert:

 

Wir sind ganz im Norden von Rumänien …

… direkt an der Grenze zur Ukraine …

… deren Berge (Ostkarpaten) auf der Weiterfahrt auch sehr schön zu sehen sind:

Dann lassen wir meine Drohne nochmal fliegen …

… und bei der Landung verpasse ich nur knapp eine der Pfützen 😉

Viele der älteren Häuser haben aufwendig gestaltete Holztore …

… Statussymbole aus einer vergangenen Zeit.

Dieser Storch hier hat es gerade noch rechtzeitig nach Rumänien geschafft, um in den Blog zu kommen:

So langsam dämmert es …

… und wir fahren zusammen in den Sonnenuntergang …

… perfekt – fast wie auf einer Postkarte!

Und hier noch der Film zum Tag – Maramures im März, aus der Luft aufgenommen: https://youtu.be/KSfNpqs8eDw

Liebe Grüße!

Michael Holzheu

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