Kroatien mit der „Dame vom See“

Eine gute Freundin hat mir für die Osterferien einen gemeinsamen Urlaub vorgeschlagen: Deshalb checke ich meine bisherigen Ausflüge auf Google Maps und stelle fest, dass für mich der Balkan ein noch weitgehend „unbereistes“ Gebiet darstellt. In Sinne der Weiterbildung soll sich das jetzt ändern und ich schlage deshalb vor, mit dem California nach Zagreb zu fahren:

Meine Freundin hat nichts dagegen: Sie ist großer Winnetou Fan und freut sich besonders darauf, auch selbst mal die Drehorte dazu in Kroatien kennen zu lernen.

Ein paar Tage vor unserer Abfahrt bekommt sie von einer Kollegin noch eine Liste mit Tipps für die Reise, die dann auch maßgeblich unseren Weg bestimmen werden, den wir vom 12. bis 22. April mit etwa 3.000 Kilometer Fahrtstrecke absolvieren:

Weil der Beitrag echt lang geraten ist, gibt es Sprungmarken für die einzelnen Kapitel und der Text liegt dieses Mal auch als 42 minütiger „Podcast“ vor. Vielleicht ist der große Fisch ja auf diese Weise etwas leichter zu verdauen 🙂

Inhalt

Tag 1: Von Tübingen nach Meran (2:57)
Tag 2: Über den Gardasee nach Jesolo (3:13)
Tag 3: Über Triest nach Krk (5:31)
Tag 4: Krk & Küste (3:37)
Tag 5: Paklenica Schlucht (4:53)
Tag 6: Zadar & Krka Fälle (6:53)
Tag 7: Split (5:01)
Tag 8: Bosnien-Herzegowina & Plitvicer Seen (3:52)
Tag 9: Mini Plitvice & Zagreb (4:04)
Tag 10: Nach Klagenfurt am Wörthersee (0:51)
Tag 11: Wieder zurück nach Tübingen (0:54)

Tag 1: Von Tübingen nach Meran

Nachdem ich zuvor schon das Gas für den California getauscht hatte, lade ich am Freitag Morgen auch noch kurz unsere Batterie auf:

Dann geht es los zum Bodensee, wo meine Begleitung bereits auf mich wartet und gleich das Bus-Interieur mit neuen innovativen Ideen beglücken will:

Bevor wir dann Richtung Meran abfahren, will sie mir auf alle Fälle noch das Bürgi Cafee zeigen, wo Schweizer Schoki …

… wirklich liebevoll präsentiert wird:

Auf dem Weg durch die Schweizer Alpen …

… werden wir dann für 39 Franken mit dem Zug durch den Vereinatunnel kutschiert, der mit seinen 19 Kilometern, der längste Schmalspur-Eisenbahntunnel der Welt ist. Knapp 20 Minuten lang bekommen wir dabei echtes „Geisterbahnfeeling“ geboten:

Dann geht es weiter durch verschneite Berge …

… über den 2.149 Meter hohen Ofenpass, …

… den ich mit meinem Kumpel Frank auch schon mit dem Mountainbike befahren habe. Auf der flotten Abfahrt ist der California zwar nicht ganz so wendig wie mein treuer Drahtesel, aber für sein Gewicht schlägt er sich doch ganz gut:

Dann geht es über die Grenze nach Italien, …

… wo wir an jeder Menge orangen Blitzanlagen vorbeifahren, die meine Mitfahrerin schon von ihrer letzten Reise kennt und sehr anschaulich als „die Wächter“ bezeichnet:

Angekommen beim Hotel in Meran parken wir in der Tiefgarage, deren Höhe gerade so für die geöffnete Heckklappe mit Fahrradträger reicht:

Anschließend gibt es ein Problem mit der automatischen Schlüsselausgabe, weil der uns genannte Zugangscode einfach nicht funktionieren will:

Wir klingeln die Nachtglocke und rufen die Nummer des Hotels an – keine Reaktion. Schließlich gibt meine Mitreisende intuitiv eine andere Nummer ein und zu unserer Überraschung springt dann plötzlich ein Fach auf:

Hoch erfreut schließen wir die Tür zum Haus auf, nur um anschließend festzustellen, dass der Schlüssel gar nicht uns gehört: Auf dem beiliegenden Zettel steht nämlich „Familie Schnee“ und nicht „Holzheu“. Also packen wir den Schlüssel frustriert wieder ins Fach zurück. Ich will schon aufgeben und im Bus übernachten, aber gebe zur Sicherheit nochmal die erste Nummer ein. Tatsächlich geht diesmal komischerweise das richtige Fach auf und wir können doch noch unser schönes Zimmer beziehen, puh:

Wieder mal ein Beispiel dafür, dass man sich nicht 100% auf die Technik verlassen sollte und immer einen – funktionierenden – Plan B mit menschlicher Beteiligung haben sollte.

Tag 2: Über den Gardasee nach Jesolo

Zum Frühstück wollen wir noch kurz in die Innenstadt der 40.000 Einwohner zählenden Stadt Meran. Auf dem Weg dorthin zeigt sich eine Amseldame sehr zutraulich:

Wir überqueren die Passer, welche etwas weiter unten in die Etsch mündet …

… und laufen an dem Wahrzeichen der Stadt St. Nikolaus vorbei, …

… wo mir insbesondere das bunte Bild am Eingang auffällt:

Beim Frühstück, draußen in der Sonne, sehen wir die Mariensäule …

… und rätseln über die Bedeutung des Halbmondes, auf dem sie steht: Die Erklärung hierfür scheint nicht 100% eindeutig zu sein. Manche sehen in dieser Darstellung die Himmelskönigin, der Sonne, Mond und Gestirne untertan sind und andere berufen sich auf die Offenbarung des Johannes, im Kapitel 12:

Dann erschien ein großes Zeichen am Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet; der Mond war unter ihren Füßen und ein Kranz von zwölf Sternen auf ihrem Haupt.

Unsere Maria hat ebenfalls zwölf Sterne und deshalb trifft hier wohl eher letztere Interpretation zu.

Neben der Maria steht ein schöner Ahornbaum (?), …

… dessen Blätter rot in der Morgensonne leuchten:

Dasselbe in Grün sehen wir dann kurze Zeit später auch bei einem seiner Kollegen:

Nach dem Frühstück verlassen wir Meran und steuern den Gardasee an, …

… wo uns gleich eine ganze Armada gleichförmiger Segelboote entgegen kommt:

Bei schönem Blick auf das Gewässer, gibt es dann auf einem Parkplatz Mittagessen im California:

Anschließend wird in einem kleinen italienischen Laden mit einem interessanten orangen Wagen eingekauft:

Dann kommen wir durch die Gemeinde Garda, die dem See seinen Namen gegeben hat:

Anschließend verlassen wir den „Lago di Garda“ und fahren auf Mautstraßen, …

… mit für VW-Busse sehr unpassender Bezahlhöhe, …

… bis nach Jesolo:

Dort statten wir erst mal dem Strand einen kurzen Besuch ab, …

… wo sich gerade ein paar Kormorane in der Abendsonne putzen:

Anschließend finden wir, nach etwas Suchen, zum Glück noch einen Campingplatz, der schon geöffnet hat:

Dann nochmal ein kurzer Abstecher zum Strand, …

… wo der Sand offensichtlich über den Winter vor der wilden See in Sicherheit gebracht wurde:

Etwa schon die Hälfte haben diese Fiat-Hitachi Bagger …

… für die anstehende Saison zurückgebracht und auch ordentlich planiert:

Der fein geformte Sand hier …

… erinnert mich wieder daran, wie meine Freunde und ich 1994 am Strand von Jesolo unsere Skulpturen modelliert haben.

Hmm, ob sich die armen Bagger hier …

… wohl auch so über das feine Granulat freuen, wie wir damals?

Tag 3: Über Triest nach Krk

Nach dem Herunterklettern von meinem Schlafplatz, …

… wird erst mal hübsch gefrühstückt:

Auf dem Weg nach Triest mutmaßen wir noch über die Bedeutung dieser italienischen Straßenmarkierungen …

… und nach knapp zwei Stunden Fahrt geht es dann hinunter …

… zu der 200.000 Einwohner zählenden Stadt, …

… wo mich der Leuchtturm …

… sofort an mein letztes Abenteuer in der Geisterwelt von Lorakis erinnert, bei dem unser Heldentrupp viele Stunden mit der mühevollen Erforschung eines solchen verbracht hat.

Bei der Einfahrt in die Innenstadt …

… kommen wir an besonders schönen Straßenlaternen vorbei …

… und finden dann ein Parkhaus, das genau noch einen passenden Parkplatz für unser 2,06 Meter hohes Gefährt übrig hat:

Die regulären Plätze hier wären für uns nicht zugänglich gewesen:

Auf dem anschließenden Weg durch die Stadt …

… sehen wir eine Reliefkarte, …

… auf der merkwürdigerweise das meiste *nur* in Braille Blindenschrift verzeichnet ist:

Die Zeichen sehen aus wie Dominosteine mit sechs Punkten, wobei jeder Stein einen Buchstaben unseres Alphabets repräsentiert. Ich stelle es mir schwer vor, nur mit den Fingern, die vielen dicht gepackten kleinen Erhebungen zu ertasten – aber auf Wikipedia heißt es:

Erfahrene Braille-Leser können etwa 100 Wörter pro Minute lesen. Zum Vergleich: sehende Leser schaffen etwa 250 bis 300 Wörter pro Minute.

Mit einem Online-Tool habe ich interessehalber einmal die Beschriftung von obigem Bild übersetzt:

Ein paar Meter weiter kommen wir auf den Platz der Einheit Italiens, wo das imposante Rathaus …

… und der „Palazzo del Governo“ steht:

Beide Prunkbauten wurden um das Jahr 1900 im neoklassizistischen Stil errichtet. Auf dem Rückweg kommen wir noch an der etwas älteren Börse von 1806 …

… und weiteren repräsentativen Gebäuden vorbei:

Ich treffe eine Gestalt, die mich irgendwie stark an einen Mann aus meiner Familie erinnert, …

… welcher mir mal ein sehr informatives Buch für stille Örtchen wie diese geschenkt hat:

Auf dem Rückweg zum Parkhaus kommen wir an der katholischen Kirche Sant’Antonio Taumaturgo vorbei, welche Mitte des 19. Jahrhunderts ebenfalls im neoklassizistischen Stil erbaut wurde und für mich aber eher wie ein antiker Tempel aussieht:

Schließlich sind mir noch diese interessante Komposition, …

… dieses hübsche Fenster …

… und diese platzsparenden Mopetparkplätze eine kurze Erwähnung wert:

Dann verlassen wir Triest Richtung Osten und erreichen kurze Zeit später die Grenze zu Slowenien, …

… die wir dank Schengener Abkommen ohne Passkontrolle überqueren dürfen:

Wir kaufen vorsorglich eine Vignette, …

… allerdings völlig unnötiger Weise, weil wir nur über Landstraßen schon ein paar Kilometer weiter Kroatien erreichen:

Die Form des Landes erinnert mich irgendwie an einen Drachenkopf:

Dann geht es wieder auf Mautstraßen …

… die Adriaküste entlang, …

… über eine kostenpflichtige Brücke …

… bis auf die Insel Krk:

Diese trägt zusammen mit ihrer Kollegin Cres den Titel „Größte Insel der Adria“. Neben dieser Besonderheit fällt natürlich gleich der Name auf, welcher keine Vokale enthält. Im Wikipedia Artikel über die kroatische Sprache findet man Folgendes dazu:

Durch den potentiell silbischen Charakter des „R“ im Kroatischen kann es auch zur Bildung von Wörtern ohne jegliche Vokale kommen. Beispiele dafür wären etwa: „Krk“ /kr̩k/ (eine kroatische Insel), „prst“ /pr̩st/ (deutsch „Finger“) oder „krš“ /kr̩ʃ/ (deutsch „Karst“). In der Schrift werden das silbische und das nicht-silbische R gewöhnlich nicht unterschieden.

Also macht hier das „R“ den Ton, der dann wie „ir“ gesprochen wird – also zusammen dann „Kirk“ mit kurzem „i“.

Wir fahren weiter …

… bis zu der größten Stadt der Insel, die ebenfalls „Krk“ heißt. Im schönen, für 38 Euro sehr großzügigen, Apartment angekommen, …

… schauen wir Abends noch den Film Doctor Strange, der zufälligerweise gerade im Deutschen Fernsehen läuft und wo mich besonders die Beharrlichkeit des Protagonisten in der finalen Zeitschleife beeindruckt.

Jetzt sind wir also in Kroatien – Zeit, für das erste Video, das unsere Anfahrt bis hierher dokumentiert: https://youtu.be/hu9YZup9p_w

Tag 4: Krk & Küste

Nach dem Aufstehen helfen mir diese beiden Freunde, um wieder auf Touren zu kommen:

Wir fahren in die 4.000 Einwohner zählende Innenstadt und heben mit der EC-Karte erst mal ein paar Kunas ab:

Die 5 Kuna Münze trägt einen Braunbären …

… und die 2 Kuna Münze einen Roten Thun:

Auf dem anschließenden Rundgang …

… kommen wir an einem echt schicken Renault R4 vorbei, der farblich perfekt zum dahinterliegenden Ausflugsschiff passt:

Beim Besuch der Marienkathedrale aus dem 5. Jahrhundert …

… fallen meiner Begleitung besonders die antik anmutenden Säulenkapitelle …

… und mir die Gelegenheit für ein Tiefenunschärfe-Foto auf:

Anschließend schlendern wir noch etwas durch die Altstadt, die auch ein paar ganz nette Ecken bietet:

Ein bisschen enttäuscht bin ich aber dennoch, weil ich die Gassen auf der nahe gelegenen Halbinsel Istrien irgendwie noch etwas hübscher in Erinnerung habe. Vielleicht trügt das aber auch, denn schließlich ist es schon über 25 Jahre her, seit ich mit zwei Schulfreunden, ebenfalls mit einem VW-Bus, das letzte Mal hier war.

Am Kai sehen wir junge Mittelmeermöwen …

… auf kristallklarem Wasser:

Bevor wir dann Krk verlassen, kaufen wir im Supermarkt noch interessantes kroatisches Gebäck …

… und fahren dann weiter Richtung Süden, …

… immer der Küste entlang:

Dort kreisen große Seeadler …

… über schönen Buchten, …

… wo der Wind die Wasseroberfläche sanft kräuselt:

Schwärme von Wasservögeln schwimmen auf dem tiefblauem Meer, …

… das bis zum Horizont reicht:

Auf einem Parkplatz entdecke ich einen Mann, der gerade Schweißarbeiten ausführt …

… und nutze die Gelegenheit für coole Zeitlupenfilme:

Unterwegs halten wir immer wieder mal an, …

… um die grandiose Aussicht auf die vielen Inseln vor dem Festland zu bestaunen:

Links der Straße ragt das Dinarische Gebirge empor, …

… das jetzt so langsam auch für ein bisschen Winnetou-Atmosphäre sorgt:

Einmal fahren wir hinunter zum Hafen, …

… wo das unglaublich klare Wasser …

… zusammen mit den Steinen auf dem Grund ein wunderschönes Farbenspiel bewirkt:

Fast ebenso sehenswert, bilden die Blumen in Orange eine tolle Komposition mit den blauen Fensterläden im Hintergrund:

In einer Hafenkneipe kehren wir dann noch kurz ein:

Auf dem weiteren Weg sehen wir viele geschlossene Herbergen, …

… die wahrscheinlich nächste Woche zur Saison öffnen werden:

Wir fahren noch ein paar Kilometer weiter, …

… bis wir schließlich einen Campingplatz direkt am Meer finden, …

… wo wir einen exklusiven Stellplatz in der ersten Reihe bekommen:

Der Abend klingt dann direkt am Wasser aus – bei gutem Wein und dem beruhigenden Plätschern der sonst recht stillen Adria:

Nicht so übel für den ersten Tag in Kroatien, oder?

Tag 5: Paklenica Schlucht

Nach dem Aufstehen …

… gesellt sich beim Frühstück …

… erst mal eine süße Katze zu uns:

Auf dem flachen Meer …

… tummeln sich ein Paar Mittelsäger, …

… ein einsamer Schwarzhalstaucher …

… und, die uns bereits bekannten, Mittelmeermöwen:

Auf der Landseite begrüßen uns Bachstelzen …

… und ein sehr zutraulicher Zilpzalp:

Nachdem wir den Campingplatz verlassen haben, erreichen wir kurze Zeit später den nahe gelegenen Paklenica Nationalpark, wo wir uns am Eingang erst mal beraten lassen:

Wir fahren noch etwas weiter bis zum Parkplatz und sehen dann gleich die ersten imposanten Felsformationen:

Die Schlucht war ein wichtiger Drehort für die Winnetou Filme, …

… zum Beispiel beim „Tal der Toten“ oder auch bei den neuen Filmen von 2015, von denen ich mir nach dem Urlaub extra noch den ersten Teil angesehen habe. Außerdem entdeckte ich zuhause dann noch eine Webseite, wo man für die verschiedenen Einstellungen in den Filmen, die jeweilige Entsprechung in der Realität finden kann.

Der Park bietet gute Möglichkeiten zum Klettern …

… und auf vielen verschiedenen Routen …

… sind gestählte Bergsteiger unterwegs:

Einer davon hat bereits unfreiwillig Feierabend gemacht und sieht jetzt, in der Sonne liegend, seinen Kollegen zu:

Wir wollen heute aber nicht klettern, sondern folgen stattdessen dem breiten Hauptweg, …

… der neben einem kleinen Fluss, …

… die Schlucht bis zu einer bewirtschafteten Hütte hinaufführt. Ich bin so fasziniert von der Klarheit des Wassers, …

… dass ich für ein gutes Foto bei einem etwas zu waghalsigen Einsatz …

… beinahe in den Bach gefallen wäre:

Der höchste Gipfel der Dinariden heißt Jezerca, misst 2.694 Meter und liegt in Albanien. Die Berge um uns herum reichen nur bis 1.738 Meter – zum Ausgleich dafür gibt es hier dann aber über 150 Kilometer Wanderwege, …

… wobei abseits der Routen wohl immer noch auf Landminen geachtet werden muss, welche wahrscheinlich von dem Kroatienkrieg zwischen 1991 und 1995 übrig geblieben sind.

Auf dem weiteren Weg singt uns eine Nachtigall ihr Lied und wir sehen diverse Eidechsen, …

… bei deren Bestimmung ich aktuell leider noch passen muss:

Immer wieder begleiten uns Schmetterlinge, wie zum Beispiel dieser gelbe Zitronenfalter, …

… dieser – nicht näher bestimmte – braune Augenfalter, …

… oder dieser hübsche Segelfalter, …

… den ich zunächst fälschlicherweise für einen Schwalbenschwanz gehalten hatte.

Immer wieder sehen wir große Findlinge, …

… die oft merkwürdig gefurcht sind:

Kurz vor dem Ziel bekommen wir nochmals einen schönen Blick …

… auf die feingliedrigen Kalkberge:

Unterwegs war die Aussicht zwar nicht ganz so spektakulär, aber der schöne Fluss und die interessante Tierwelt haben das auf alle Fälle wieder wett gemacht.

Nach knapp drei Stunden kommen wir bei der Hütte an …

… und freuen uns über eine kleine Pause, …

… bei der ich traditionelle kroatische Bohnen mit Würstchen bekomme. Auf dem Rückweg versuche ich mich mal wieder an einer Langzeitbelichtung …

… und wir wundern uns noch darüber, wie man wohl dieses Dach hier hergestellt hat:

Es beehrt uns noch ein Buchfink …

… mit seinem Regenruf:

Ich kannte diese Lautäußerung bisher noch nicht und war deshalb ein wenig verunsichert. Aber mein Vater wusste zum Glück Bescheid. Ich recherchiere noch ein wenig im Internet und finde auf Wikipedia Folgendes:

Neben dem namensgebenden Lockruf „pink“ (oder „fink“) gibt es noch das in manchen Gegenden als Regen verkündend angesehene „trürr“ (oder „trüb“). […] Anderen Quellen zufolge wird dieser Ruf nur als „Regenruf“ bezeichnet, weil er lautmalerisch als „trief“ gedeutet wird.

Außerdem finde ich noch eine wissenschaftliche Abhandlung der „Ornithologischen Gesellschaft Bayern“ aus dem Jahr 1957:

Auf Grund meiner Untersuchungen komme ich zu folgenden Ergebnissen: Buchfinken lassen ihren Regenruf an regnerischen Tagen oder Tagen mit Regen, Regenschauern, Gewitterregen nicht häufiger hören als an Tagen mit anderem Wetter.

Also ist der Grund für den Namen „Regenruf“ vielleicht doch nur das lautmalerische …

Einen weiteren, für Wissenschaftler möglicherweise interessanten, Vogel sehen wir dann kurze Zeit später – hier ist nämlich eine Amsel kräftig am Graben, deren weiß gesprenkeltes Gefieder auf Leuzismus hindeutet:

Die Sonne wirft jetzt lange Schatten ins Tal …

… und die letzten Kletterer seilen sich ab:

Ganz am Ende geben uns noch ein paar Wildziegen ein interessantes Schauspiel, …

… bis wir dann anschließend nach knapp sechs Stunden wieder beim Parkplatz eintreffen:

Wir finden erneut ein sehr gutes Apartment und der Abend klingt dann wieder schön am Meer aus, …

… diesmal – etwas mondäner als gestern – auf unserer großen Terrasse.

Tag 6: Zadar & Krka Fälle

Morgens begrüßt mich erst mal ein kleiner schwarzer Marienkäfer …

… und anschließend genießen meine Begleitung und ich unser Frühstück mit tollem Blick auf das Meer:

Auf dem Weg Richtung Zadar fallen uns diese unbenutzten Bojen auf, …

… die im verkleinertem Ausschnitt fast surreal wirken:

Die Küste sieht immer noch toll aus mit den Bergen im Hintergrund:

In Zadar schauen wir uns dann zwei Kunstobjekte an – einen Solarzellenkreis, der bei Nacht wohl schön leuchtet …

… und die Meeresorgel, …

… deren Pfeifen, durch die Strömung angetrieben, ein wenig wie große Wahle unter Wasser klingen:

Wieder sind wir von dem unglaublich klaren Wasser der Adria begeistert:

Wenig entfernt entdecken wir die römisch-katholische Kirche des Heiligen Donat aus dem 9. Jahrhundert. Der zweigeschossige Rundbau gilt als das besterhaltene kroatische Baudenkmal aus altchristlicher Zeit:

Ich bin etwas überrascht, hier eine Nebelkrähe zu sehen, die ich insbesondere schon von meiner Osteuropa Tour kenne:

Wir treffen einen Musiker, der mit seiner feinen Stimme sehr ansprechend ein Lied aus dem Album The Wall vorträgt, welches ich als Jugendlicher besonders gerne gehört habe:

Während meine Begleitung in einem Cafe wartet, …

… gehe ich zum Auto, um unser Parkticket zu verlängern und sehe dabei noch etwas mehr von der Innenstadt:

Ich treffe einen weiteren Musiker, dessen Spiel mir ebenfalls sehr gut gefällt:

Während ich an ihm vorbeilaufe, komme ich irgendwie automatisch in den Groove und auf dem Rückweg unterhalte ich mich noch kurz mit ihm: Der Künstler kommt aus Kroatien und war auch schon in Deutschland auf Tournee. Er beklagt sich ein wenig darüber, dass unsere Landsmänner unter der Woche für Party nicht zu gebrauchen seien – zum Beispiel ganz im Gegensatz zu den Iren, die wohl immer feierbereit sind. Am Ende des Gesprächs kaufe ich noch seine CD, die uns dann auf dem weiteren Weg immer wieder mal begleiten wird.

Nach dem Kaffee schlendern wir noch ein bisschen durch die Stadt, …

… wo unsere Dame diesen hübsch dekorierten Balkon entdeckt:

Dann lege ich die neue CD ein und es geht beschwingt weiter über Mautstraßen:

Im Rückspiegel ertappe ich unseren Wassertankdeckel dabei, wie er das Saxophon imitiert:

Schon ein paar Kilometer vor den Krka Fällen will man uns einen kostenpflichtigen Parkplatz andrehen, …

… aber wir fahren zum Glück noch etwas weiter und parken dann direkt am See, wo wir eine Bootstour buchen. Die finale Entscheidung haben wir dabei der Bären-Münze überlassen:

Und sie hat uns gut beraten, denn die anschließende Fahrt …

… gestaltet sich sehr schön:

Irgendwo in den Felsen entdecke ich einen Falken und drücke einfach mal auf Verdacht ab: Na, wer findet den Greifvogel auf dem Bild?

Schließlich erreichen wir die Anlegestelle, …

… wo offensichtlich sehr viel Wert auf Akkuratesse gelegt wird:

Dann geht es auf einem Rundweg zwei Stunden lang durch die Fälle:

Wieder ist das Wasser einfach nur faszinierend …

… und ein paar ganz Hartgesottene baden sogar in dem kalten Nass:

Auf dem Weg die Fälle hinauf …

… sehe ich plötzlich eine Mavic-Air am Himmel:

Das macht mich jetzt fast etwas neidisch: Mein Baby musste nämlich im Auto bleiben, weil man in Kroatien eine explizite Erlaubnis braucht, sollte man mit dem Fluggerät Fotos oder Videos machen wollen. Egal – auch ohne Luftunterstützung gelingen uns hier trotzdem wunderschöne Aufnahmen:

Unterwegs kommen wir an einem kleinen Museum vorbei, …

… wo das Mahlen von Mais demonstriert wird:

Ich nutze die Gelegenheit für eine weitere Langzeitbelichtung, bei der aber dann der Mühlstein eher wie ein großer Käse herauskommt:

Auf breiten Stegen …

… geht es durch das weitläufige Wassersystem, …

… das hier die Bäume umspült:

Wir treffen auf ein Stockentenpaar, …

… das gerade in der Strömung nach Futter taucht und wo der Erpel …

… sein wasserabweisendes schillerndes Gefieder sehr fotogen zur Schau stellt:

An einer der Stromschnellen bin ich dann echt baff, weil das Wasser hier fast so aussieht, als wäre es mit einer Folie bedeckt:

Damit man mir das später auch glaubt, mache ich zur Sicherheit noch ein paar Filme von dem seltenen Naturphänomen:

Ein Feigenblatt mit jungen Früchten macht sich ebenfalls gut vor dem glitzernden Fluss im Hintergrund:

An einem überspülten Grasbüschel …

… versuche ich mich nochmals an einer Langzeitbelichtung, die dann das Wasser wie filigrane Glasfasern erscheinen lässt:

Dann erreichen wir schließlich einen Aussichtspunkt, …

… der nochmals einen gutem Blick auf die Fälle bietet:

Das Wasser reflektiert mit seinen Wellen die bereits tief stehende Sonne …

… und auf den letzten Metern posiert wieder ein hübscher Buchfink vor unserer Kamera:

Trotz all der Schönheit dürfen wir die Zeit nicht vergessen, …

… denn das letzte Boot zurück startet schon in sieben Minuten:

Nachdem wir die Krka Fälle verlassen haben, fahren wir noch ein bisschen weiter Richtung Süden und finden dann einen einfachen aber sehr sauberen Campingplatz, …

… der wieder nett am Wasser liegt:

Die Familie lädt uns noch zu einem Glas Wein ein, aber weil wir erst noch zu Abend essen wollen, wird am Ende dann leider doch nichts mehr aus dem gemütlichen Beisammensein – na ja, vielleicht beim nächsten Mal!

Tag 7: Split

Am Morgen werde ich schon früh von den Geräuschen einer Baustelle geweckt:

Ich parke den California um, damit wir am Frühstückstisch auch etwas Sonne haben:

Die Großmutter des Hauses schenkt uns zum Abschied noch eine große Tüte Mandeln:

Dazu erklärt sie mir, dass dieser Baum zu den Früchten gehöre, …

… welche bereits wieder am Entstehen sind, bis sie dann im September schließlich geerntet werden können:

Gegenüber steht ein Olivenbaum:

Danach geht es für uns die Küste weiter, …

… wieder an ungenutzten Bojen vorbei, …

… bis zu unserem heutigen Ziel, der Stadt Split, …

… wo wir dann sehr zentral und ziemlich auf Kante parken:

Wir schlendern zunächst ein wenig den Hafen entlang:

Dann findet ein interessantes Transportgefährt meine Aufmerksamkeit, …

… ebenso wie der recht streng dreinblickende …

… und auch etwas furchteinflößende Bischof Gregor:

Die Altstadt von Split wurde zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt …

… und die Gebäude hier wirken auch alle recht alt auf mich:

Für Zagreb hatten wir uns vorgenommen, noch nobel auszugehen: Deshalb kaufen wir in einem der vielen Läden ein elegantes Abendkleid für meine Begleitung. Zwei sehr kompetente Verkäuferinnen helfen mir dabei, sie davon zu überzeugen, dass das etwas gewagte Teil auch tatsächlich die richtige Wahl für sie ist. Anschließend revanchiert sie sich und sucht ihrerseits für mich ein paar schicke Sachen aus, die ich für den weiteren Weg durch die Stadt auch gleich anbehalte:

Es ist hier gerade großer Markt, auf dem neben vielen anderen Früchten, …

… natürlich auch Mandeln angeboten werden:

Von den Verkäuferinnen, die uns bei der Abendgarderobe beraten haben, bekamen wir einen Tipp, wo man in Split gut Meeresfrüchte essen kann und dort speisen wir dann auch wirklich hervorragend:

Die anschließende Rechnung erscheint aber mir etwas zu hoch und deshalb frage ich den Kellner, ob das hier die normalen Preise seien: Dieser erklärt uns daraufhin, dass das an den sehr teuren, frisch gefangenen, „1st class“ Fischen läge – also wahrscheinlich alles gut und kein Nepp!

Und außerdem was soll’s, wir können es uns ja auch mal leisten, oder? Um das bildlich zu untermalen, leihe ich mir für ein cooles Yuppie-Selfie dann noch die Sonnenbrille unseres Nachbarn aus:

Gut gesättigt und auch sonst guter Dinge, schlendern wir noch etwas die Uferpromenade entlang, …

… wo man offensichtlich auch Stadtrundfahrten mit dem Dreirad buchen kann:

Die Altstadt ist wirklich sehenswert …

… und überall wird viel Wert auf eine ansprechende Präsentation gelegt:

Hier einfach mal unkommentiert ein paar weitere Impressionen:

Split ist der südlichste Punkt unserer Reise und jetzt müssen wir wieder Richtung Norden: Weil einer „meiner“ Taxifahrer aus Bosnien stammt, habe ich mir dafür die Route gewünscht, welche östlich der Dinariden über Bosnien-Herzegowina führt.

Nach der Stadtbesichtigung fahren wir also erst mal die Berge hinauf:

Währen auf der einen Seite die Sonne farbenfroh untergeht, …

… sehen wir auf der gegenüberliegenden Seite den Vollmond aufgehen:

Ich hatte erst vor ein paar Wochen eine ergebnislose Diskussion über den Zusammenhang des Frühlingsvollmonds mit dem Termin für den Ostersonntag. Deshalb suche ich jetzt bei Google nach „Ostern & Vollmond“. Dabei bekomme ich folgende Antwort:

Ostern fällt auf den ersten Sonntag nach dem zyklisch bestimmten Vollmond, der am oder nach dem 21. März stattfindet. Fällt der kirchliche Frühlingsvollmond auf einen Sonntag, wird Ostern am darauf folgenden Sonntag gefeiert. Der 21. März ist der kirchlich vereinbarte Termin für den Frühlingsanfang.

Auf die Frage „Spätest mögliches Ostern?“ bekomme ich den 25. April als Antwort, die Google aus Wikipedia extrahiert hat:

Fällt der Frühlingsvollmond auf einen Sonntag, ist Ostern erst eine Woche später. Der erste mögliche Termin für Ostersonntag ist der 22. März (ein Tag nach dem 21. März), das letzte mögliche Datum der 25. April (sieben Tage nach dem 18. April).

Ok, also sieben Tage nach dem letzten möglichen Frühlingsvollmond am 18. April ist der 25. April. Im Wikipedia Artikel über den Frühlingsvollmond finde ich dann aber Folgendes:

Über längere Zeit führt das 19-Jahre-Schema dazu, dass alle Tage einer auf 30 Tage aufgerundenden Mondperiode (Kalendertage zwischen 21. März und 19. April im gregorianischen Kalender) infrage kommen.

Hmm, das würde aber bedeuten, dass der 26. April der letzte mögliche Termin für Ostersonntag ist und nicht der 25. April, oder was? Hat Google hier etwa das Falsche extrahiert? Tatsächlich findet sich im ursprünglichen Artikel zum Osterdatum dann die Antwort:

Ausnahmeregel I: Ist der zyklische Vollmond am 19. April, und dieser ist ein Sonntag, so wird er auf den 18. April zurückverlegt.

Also hatte Google doch recht, Menno! Aber wenigstens konnte ich noch einen Typo im „Frühlingsvollmond“ Wikipedia Artikel beheben. Na, da hat sich der Aufwand doch gelohnt 😉

Dann kommen wir zur Grenze nach Herzegowina:

Eigentlich bräuchten wir zur Einreise eine grüne Versicherungskarte, aber weil wir die nicht dabei haben, müssten wir hier einen temporären Vertrag abschließen. Allerdings hat der Laden schon geschlossen und deshalb meint der kroatische Beamte, ich solle mich bei seinen Kollegen aus Herzegowina einfach mal dumm stellen – und das mache ich dann anschließend auch mit großem Erfolg 🙂

Wenig später erreichen wir ein ziemlich ausgestorbenes Motel, wo ich noch schnell unsere Ausbeute von heute in den Computer einsortiere:

Augenscheinlich gefällt mir das, was ich da sehe!

Tag 8: Bosnien-Herzegowina & Plitvicer Seen

Morgens kläre ich zunächst erst noch mit meiner Versicherung ab, dass Bosnien-Herzegowina auch abgedeckt ist und dann geht es weiter durch das Land, …

… wo wir die Nord-Ost Seite der Dinara passieren, welche direkt an der Grenze zwischen Kroatien und Bosnien-Herzegowina liegt und mit 1.831 Metern die höchste Erhebung Kroatiens ist:

Wir kommen an vielen demolierten Häusern vorbei:

Ich nehme mal an, dass diese in den Jugoslawienkriegen …

… Ende des letzten Jahrhunderts zerstört wurden:

Wir halten irgendwo an, um zu frühstücken …

… und sehen über viele Kilometer nur grüne Wiesen …

… und ein paar Schafe:

Kein Wunder, Bosnien-Herzegowina ist mit 69 Einwohnern pro Quadratkilometer nicht einmal ein Drittel so dicht besiedelt wie Deutschland.

Wir überqueren einen Pass …

… und kommen dann an Ortschaften mit Moscheen vorbei:

Gut 50 Prozent der Bevölkerung hier folgt angeblich dem islamischen Glauben.

Schließlich geht es über die Grenze wieder zurück nach Kroatien, …

… und die EU hat uns wieder:

Dann erreichen wir einen Parkplatz der Plitvicer Seen, …

… wo ein etwas militanter Cousin unseres Californias herumsteht:

Man kann hier diverse Runden machen, die jeweils mit verschiedenen Buchstaben ausgeschildert sind:

Wir entscheiden uns für die F-Tour, bei der wir zunächst über den See müssen:

Während wir auf unser Boot warten, komme ich mit ein paar Franzosen ins Gespräch und berichte ihnen von der Partnerschaft meiner Heimatgemeinde Zöschingen mit dem kleinen französischen Ort Marigné-Peuton. Die Unterhaltung wird dabei zu einem lustigen Potpourri aus Deutsch, Französisch und Englisch.

Weiter geht es auf gut befestigten Wegen …

… entlang der Fälle, …

… die zum Teil einfach so zwischen den Bäumen herabschießen:

Wie schon bei den Krka Fällen, sind wir auch hier wieder von dem klaren Wasser …

… und, beinahe noch mehr, von den tollen Spiegelungen begeistert:

Natürlich sind auch wieder ein paar Tierchen …

… mit von der Partie:

Die Plitvicer Seen sind wohl der bekannteste Drehort der Winnetou Filme – hier befindet sich zum Beispiel die Höhle aus dem Film „Der Schatz im Silbersee“:

Der Weg führt anschießend auf Serpentinen nach oben, …

… wo wir dann einen Blick auf den 78 Meter hohen „Veliki Slap“ Wasserfall geboten bekommen …

… und nochmal in die Schlucht hinabschauen können:

An der Bushaltestelle fällt mir noch dieser sehr akkurat ausgesparte Felsbrocken auf …

… und dann geht es mit dem „Zug“ wieder zurück Richtung Parkplatz:

Dort zeigt sich uns ein süßes Rotkehlchen …

… mit seinem fast aristokratisch aussehenden Frack:

Nach den Seen fahren wir weiter Richtung Zagreb und stoppen noch kurz in der Abendsonne, …

… um dort noch ein schwäbisches Gericht einzunehmen:

Bei Slunj / Rastoke finden wir schließlich einen Stellplatz, …

… wo wir nach einer warmen Dusche in der angeschlossen Bar noch Radler trinken …

… und die Bilder und Filme vom heutigen Tag anschauen:

Mal sehen, wie sich die Ausbeute dann in dem finalen Urlaubsfilm so macht!

Tag 9: Mini Plitvice & Zagreb

Wir wachen heute noch vor Sonnenaufgang auf …

… und werden von einem tollen morgendlichen Vogelkonzert verwöhnt:

Bevor wir nach Zagreb weiterfahren, wollen wir uns noch die Wasserfälle von Rastoke anschauen:

Aufgrund der Ähnlichkeit zu den Plitvicer Seen, wird das hier auch „Mini Plitvice“ genannt: Der Ort sieht sehr beschaulich aus …

… und die Wasserfälle fließen auch hier über mehrere Stufen nach unten, …

… sehen aber irgendwie etwas lieblicher als ihre größeren Kollegen aus:

Wieder fasziniert uns die beinahe surreal glatte Wasseroberfläche:

Über die Schlucht ist eine Slackline gespannt, …

… auf der gerade ein Mann …

… für eine kleine Spende balanciert:

Ich bin echt beeindruckt, weil ich selbst vor einiger Zeit mal probiert hatte, ein paar Meter über eine viel kürzere Leine zu laufen – mit nur sehr mäßigem Erfolg.

Nebenan macht gerade ein junges Pärchen den Großvater unseres Californias fertig:

Wir frühstücken noch in einem netten Restaurant …

… und meine Begleitung macht dann auch noch einen Rundgang durchs Freilicht-Museum, …

… wo man traditionelle Mühlräder, …

… historische Waschmaschinen …

… und Feen-Häuser bewundern kann:

Außerdem steht hier ein original Totempfahl-Requisit, …

… das wohl auch beim Film „Schatz im Silbersee“ verwendet wurde. Auf dem Fluss kann man offensichtlich zudem Wildwasser Kanu fahren:

Dann geht es weiter nach Zagreb, wo wir an der Arena vorbeikommen:

Wir beziehen unser tolles Apartment direkt am Park Zrinjevac …

… und machen dann erst mal eine kurze kostenlose Stadtrundfahrt:

Auf dem Ban-Jelačić-Platz steht ein Denkmal des kroatischen Nationalhelden …

… und ein lustiger Osterhase:

Während meine Begleitung ein paar passende Accessoires für den Abend sucht, …

… macht sie auch noch ein paar lustige Aufnahmen:

In der Zeit versuche ich über mein Smartphone Karten für die Vorstellung im Nationaltheater zu bekommen, wo passenderweise gerade Rossinis La donna del lago – oder auf Deutsch „Die Dame vom See“ – aufgeführt wird. Nachdem der Vorgang mit Google Chrome einfach nicht klappen will, installiere ich aus lauter Verzweiflung einen alternativen Browser: Aber selbst mit Opera kann ich keine Karten für die Oper bestellen, Menno!

Also *laufe* ich eben „Old School“ zum Nationaltheater:

Weil das aber erst in 15 Minuten öffnet, vertreibe ich mir die Zeit noch mit dem Fotografieren dieser wirklich wunderschönen Tulpen:

Anschließend bekomme ich tatsächlich noch zwei der letzten Karten für die Oper. Wieder bei unserem Apartment angekommen, schaffen wir es gerade noch so, uns in Schale zu werfen, bis wir dann von einem Uber zum Theater kutschiert werden. Obwohl laut Internet die Vorstellung eigentlich fast ausverkauft sein sollte, sind noch viele Plätze frei:

Als es dann losgeht, komme ich bei der Story irgendwie nicht so richtig mit. Meine Begleitung hält mich deswegen immer wieder auf dem Laufenden, was da unten auf der Bühne eigentlich gerade so passiert:

Was für ein Glück, dass ich meine „Žena s jezera“ dabei hatte!

Tag 10: Nach Klagenfurt am Wörthersee

Der Rest ist schnell erzählt: Wir verlassen unser luxuriöses Apartment …

… und schlendern noch etwas durch die Stadt:

Auf der (vergeblichen) Suche nach einem Frühstück kommen wir an sehenswerten Ostereiern vorbei:

Neben unserem California parkt sein älterer Bruder, …

… der uns freundlich verabschiedet:

Wir fahren über Slowenien, …

… wo die Tiere auf den Verkehrsschildern plötzlich merkwürdig eckig aussehen, …

… bis zum Campingplatz am Wörthersee:

Dort dürfen wir noch einen interessanten Sonnenuntergang inklusive herumschwirrender Fledermäuse bewundern:

Tag 11: Wieder zurück nach Tübingen

Zum letzten Frühstück begrüßen uns zwei Nebelkrähen:

Dann geht es durch die Tauern …

… bis nach Deutschland, …

… wo ich mich von meiner „Dame vom See“ verabschiede …

… und ich dann nach insgesamt gut 3.000 Kilometern in Tübingen ankomme:

Ich denke die Reise war den weiten Weg wert! Für die 11 Tage haben wir wirklich viel gesehen und auch wieder so manches Neues dazugelernt.

Gratulation, wenn Sie es bei diesem wirklich extrem langen Beitrag bis hierher geschafft haben.

Liebe Grüße!

Michael Holzheu

Und für alle, die noch etwas mehr Zeit mitbringen, hier ein sehr schöner Film über den kroatischen Teil unserer Reise: https://youtu.be/0euAzio3ijk

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Ein Kommentar zu “Kroatien mit der „Dame vom See“
  1. Toller Reisebericht mit faszinierenden Bildern..
    Danke für das Teilen.

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